Eigentlich hatten wir weder Ahnung von Autos noch vom Wohnmobilausbau. Alles was das Fahren, Tanken und den Reifenwechsel überstieg, siedelte für uns irgendwo zwischen „das sieht aber kompliziert aus“ und Magie.

Trotzdem wagten wir den Schritt und sind gerade dabei uns einen langjährigen Traum zu erfüllen:

Wir bauen uns einen alten Citroen Jumper zu einem Wohnmobil aus. Und zwar mit unseren eigenen Händen!

Das macht uns natürlich noch immer nicht zu Profis auf diesem Gebiet, aber mit jedem Schritt, dem wir uns dem fertigen Wohnmobilausbau nähern, lernen wir dazu. So z.B. worauf beim Kauf geachtet werden sollte, wie Rostbehandlung funktioniert oder wie man Fenster einbaut.

Unser Wohnmobilausbau

Holz für den Wohnmobilausbau sägen

Es hat zwar nicht immer sofort ganz so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben und wir mussten auch einen größeren Rückschlag wegstecken, aber wir haben uns nicht von unserem Ziel abbringen lassen.

Auf dieser Seite möchten wir Dich am Fortschritt unseres Projekts teilhaben lassen und Dir erzählen, was wir gelernt und welche Erfahrungen wir dabei gesammelt haben.

Der erste Versuch einen Kastenwagen auszubauen

2018 wollten wir endlich Nägel mit Köpfen machen. Wir wollten nicht mehr länger nur vom Ausbau eines eigenen Wohnmobils träumen. Also plünderten wir unsere hohe Kante und durchsuchten das Internet nach einem passenden Kastenwagen.

Klingt einfach, ist es aber gar nicht unbedingt. Denn anders als erwartet, findet man gar nicht so oft gute Angebote und wenn dann mal welche da sind, sind sie auch schon wieder vergriffen…

Im Oktober hatten wir dann aber Glück, dachten wir zumindest, und fanden einen 13 Jahre alten Fiat Ducato. Diesen wollten wir nun in ein gemütliches Zuhause auf Rädern verwandeln.

Fiat Ducato Wohnmobilausbau

Obwohl die Temperaturen eher winterlich waren, kamen wir eigentlich ganz gut voran:

Leider bemerkten wir aber schon nach kurzer Zeit, dass der Ducato etwas Öl verlor und brachten ihn sicherheitshalber in die Werkstatt um nach dem Rechten zu sehen.

Das Ergebnis gefiel uns leider gar nicht:

Erfahrungen sammeln und Lehrgeld zahlen

Wir mussten uns also leider wieder von dem Ducato trennen. Das warf uns natürlich in unserer Planung etwas zurück und hat uns auch eine kleine Stange Lehrgeld gekostet, aber wir haben dabei auch viel gelernt.

Immerhin hatten wir ein gutes Übungsobjekt für das Thema Rostbehandlung und konnten erste Erfahrungen im Einbau eines Wohnmobil Fensters sammeln.

Worauf Du beim Kauf eines Kastenwagens für den Wohnmobilausbau achten solltest

Durch die verschiedenen Busse und Transporter, die wir uns live und im Internet angesehen haben, haben wir im Laufe der Zeit gelernt (vor der ersten Kontaktaufnahme bzw. dem Kauf) auf bestimmte Dinge zu achten:

  • Wie sehen die Bremsscheiben aus? Sind diese rostig, oder sehen „komisch“ aus, stand das Fahrzeug entweder längere Zeit, oder es gibt Probleme mit der Bremse.
  • Sieht der Motor feucht aus? Wenn der Motorblock feucht oder sogar nass aussieht, dann kann dies auf Dichtprobleme hindeuten. Befindet sich unter dem Fahrzeug ein Ölfleck, auch wenn es nur ein kleiner ist, dann kann dies in der Reparatur später teuer werden.
  • Sieht der Motor für sein Alter zu gut aus? Der Motor kann aber auch aussehen, als wäre er gerade frisch geputzt und auf Hochglanz poliert worden. Leider kann genau das auch der Fall sein, wenn der Verkäufer z.B. einen sonst feuchten Motor vertuschen möchte.
  • Ist eine Probefahrt möglich? Eine Probefahrt sollte immer möglich sein und auch genutzt werden. Wenn ein Verkäufer sich hier quer stellt, dann lieber Finger weg.
  • Hat der Transporter noch TüV? Wenn der TüV schon seit längerer Zeit abgelaufen ist, kann daraus geschlossen werden, dass der Transporter schon längere Zeit nicht oder sehr wenig bewegt worden ist. Oft mögen Autos aber keine langen Standzeiten. Wenn der TüV erst kürzlich abgelaufen ist, oder demnächst abläuft, kann es ein Zeichen dafür sein, dass teure Reparaturen nötig sind um an eine neue Plakette zu kommen.
  • Wie alt sind die Reifen? Auf Autoreifen ist oft das Jahr ihrer Herstellung zu finden. Dies sollte möglichst nicht länger als zehn Jahre in der Vergangenheit liegen. Und zusätzlich sollten die Reifen noch über ausreichend Profil verfügen.
  • Wann wurde der Zahnriemen das letzte Mal gewechselt? Ein Zahnriemen sollte alle fünf bis zehn Jahre bzw. alle 60.000 bis 240.000 Kilometer gewechselt werden. Die Kosten für einen Wechsel liegen, je nach Fahrzeug und Werkstatt, im Durchschnitt zwischen 100 und 400 Euro. Wenn der Riemen also kurz vor seiner Verschleißgrenze steht, solltest Du diese Kosten mit einplanen.
  • Wie viele Kilometer hat der Transporter schon hinter sich? Ducatos, Sprinter, Jumper, Transits usw… sind echte Arbeitstiere und es finden sich nicht selten Angebote mit hohen Laufleistungen, jenseits der 400.000 Kilometer-Grenze. Wenn Du noch lange etwas von Deinem Wohnmobilausbau haben möchtest, sollte der Kilometerstand allerdings nicht zu hoch sein. Unser Ducato war mit seinen knapp 300.000 Kilometern z.B. schon ziemlich auf.
  • Wann kommt die Kupplung? Wenn Du während der Probefahrt feststellst, dass die Kupplung erst sehr spät kommt, z.B. wenn das Pedal schon fast ganz oben ist, dann solltest Du den Verkäufer darauf ansprechen. Im besten Fall muss nur das Kupplungsseil nachgezogen werden, aber es kann auch bedeuten, dass die Kupplung ausgetauscht werden sollte.
  • Wie rostig ist der Transporter? Rost ist zwar generell nichts Schlimmes, wenn es aber bereits Löcher gibt und / oder der Rost sich an ungünstigen Stellen eingenistet hat (Radkästen, Schweller), dann kannst Du später Probleme bekommen, wenn die nächste Hauptuntersuchung ansteht. Wenn Du also starke Roststellen bzw. Löcher findest, solltest Du schon etwas Zeit und / oder Geld für Schweißarbeiten einplanen. Leichter Rost lässt sich aber mit etwas Schleifen und Lackieren ganz einfach entfernen, wie Du in diesem Beitrag nachlesen kannst: Rostbehandlung beim Wohnmobilausbau.

Wohnmobilausbau – Klappe die Zweite: Unser „neuer“ Citroen Jumper

Wir waren also wieder auf der Suche nach einem Transporter. Diesmal hatten wir allerdings schon konkretere Vorstellungen für unseren Wohnmobilausbau. Offen war nur die Frage welcher Transporter am besten zu unseren Anforderungen passt.

Transporter für den Ausbau zum Wohnmobil

Für den Umbau zum Wohnmobil sind natürlich die Maße des Laderaums besonders wichtig. Diese Kastenwagen hatten wir zunächst in der näheren Auswahl:

Jumper, Ducato, Boxer ab ’06LängeBreiteHöhe
L2H23,12m1,87m1,93m
L3H23,71m1,87m1,93m
Renault Master
L3H23,73m1,77m1,89m

Warum gerade diese Transporter, haben wir im folgenden Beitrag zusammengefasst:

Am Ende wurde es dann aber doch ein anderes bzw. älteres Modell.

Ein 20 Jahre alter Citroen Jumper für den Selbstausbau

Mitte März 2019 war es dann soweit. Wir entdeckten einen 20 Jahre alten Citroen Jumper und machten uns spontan auf die Reise nach Würzburg um einen Blick auf diesen zu werfen:

Noch am selben Tag unterschrieben wir den Kaufvertrag und freuten uns, dass es endlich weitergehen konnte. Wir mussten zwar noch einen Monat warten, bis wir den Jumper abholen konnten, aber dann ging es los.

Diesen Citroen Jumper bauen wir zu einem Wohnmobil aus

Und jetzt sind wir wieder mittendrin und voller Vorfreude dabei unseren Traum vom selbstgebauten Wohnmobil Wahr werden zu lassen:

Alle Beiträge über unseren Wohnmobilausbau findest Du auch auf der Kategorie-Seite: Schritt für Schritt zum eigenen Wohnmobil

Hinweise in eigener Sache: Dieser Beitrag entstand aus eigenem Antrieb. Es gab dafür keinen Auftrag, Deal, eine Bezahlung oder ähnliches. Die Verwendung von Produktnamen, deren Vorstellung und der Einsatz ausgehender Links dient ausschließlich zu Informationszwecken. Alle Angaben sind nach bestem Wissen zusammengestellt.

Schon gesehen?  Wir wollen aufhören nur davon zu träumen

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