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Zwirbeljean wird reisetauglich

Unser Zwirbeljean wird reisetauglich

Ende Juli haben wir unseren ersten großen Ausflug mit Jean unternommen. Unter Anderem natürlich auch um zu testen, ob alles auch so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben.

Bevor wir aber ans Losfahren denken konnten… gut, wir haben trotzdem daran gedacht, wegen freuen und so 😉 Aber na ja, bevor wir uns auf den Weg machen konnten, mussten noch ein paar letzte Arbeiten erledigt werden.

In diesem Beitrag erzählen wir Dir, was wir noch eingebaut haben um unseren DIY Camper reisetauglich zu machen.

Jetzt dreht er durch…

… also der Fahrersitz. Diesem haben wir nun endlich eine Drehkonsole spendiert. Vor Freude hat er gleich ein paar Runden gedreht… “Grillengezirpe”.

Vorher mussten wir den Sitz aber noch ausbauen und ein paar Dinge modifizieren.

Drehkonsole Fahrersitz einbauen

Dabei hat uns übrigens dieses Video sehr weitergeholfen.

Anschließend haben wir die Drehkonsole dann auf den Sockel geschraubt, darauf dann die Schienen und last but not least den Sitz selbst.

Drehkonsole anschrauben

Jetzt können wir den Fahrersitz im Handumdrehen (Grillengezirpe) in eine andere Richtung zeigen lassen.

Test der Drehkonsole

Unsere Schubladen gehen jetzt auf Nummer Sicher

Während unserer ersten kleinen Tour mit Jean haben die Schubladen des Küchenschranks in einigen Kurven eine Art Eigenleben entwickelt.

Immer wieder knallte es laut und wir konnten nachsehen, ob wir auch wirklich nichts vergessen hatten. Wieder und wieder.

Das konnte natürlich kein Dauerzustand bleiben. Also haben wir uns eine Sicherung aus Kunstlederbändern mit Druckknöpfen gebaut.

Schubladensicherung

Jetzt können die Kurven noch so steil sein, die Schubladen bleiben zu.

Ein Kühlschrank auf Schienen

Die obige Technik konnten wir auch gleich noch hervorragend für den Auszug unserer Kompressor Kühlbox nutzen.

Durch die Zusammenarbeit mit den beiden Sebastians von Plug In Festivals dürfen wir Letztere nämlich nun unser Eigen nennen.

Damit wir nicht immer wieder einen neuen Platz für die Kühlbox suchen müssen, haben wir einen Auszug für sie gebaut. Dieser befindet sich gleich neben dem Küchenschrank, unter dem Bett. So kommen wir immer gut an gekühlte Lebensmittel und Getränke.

Auszug Kühlbox DIY Camper

Dafür haben wir uns zwei “Schwerlastauszüge” besorgt, die insgesamt 70kg tragen können. Das sollte für eine volle 40 Liter Kühlbox auf jeden Fall ausreichend sein bzw. ist es bis jetzt auch.

An die Auszüge haben wir von beiden Seiten Konstruktionshölzer geschraubt.

Auszug mit Konstruktionsholz

Wie Du sehen kannst, haben wir links und rechts jeweils eine 50x70mm starke Leiste genommen, die unsere Konstruktion sozusagen tragen. Die Kühlbox selber steht auf einer Multiplex Platte, die wiederum von zwei 18x40mm starken Leisten getragen wird, welche mit den Auszügen verschraubt sind.

Auf der Oberseite der Multiplex Platte haben wir dann noch ein paar “Stopper” und zwei Ösen zur Befestigung eines Spanngurts angebracht.

Kühlbox Auszug

So übersteht unsere Kühlbox nun tapfer jede Bodenwelle und jede Kurve.

Kühlbox im DIY Camper

Das stille Örtchen

Uns war bzw. ist sehr wichtig, dass wir uns in Bezug auf kleine und große Geschäfte nicht einschränken müssen. Daher war uns, auch die Erfahrungen beim Campen mit dem Caddy, von Anfang an klar, dass unser DIY Camper eine Toilette bekommen wird.

Erst dachten wir noch an eine mobile Lösung, aber mit je länger wir uns mit diesem Thema beschäftigten, desto wohler fühlten wir uns bei dem Gedanken an eine fest eingebaute Trockentrenntoilette.

Diese besteht zunächst aus einem Einsatz der “festes” und “flüssiges” voneinander trennt bzw. in unterschiedliche Richtungen lenkt. Darunter kommen dann zwei Behälter, die das jeweilige Trenngut auffangen.

Klingt soweit nicht sonderlich kompliziert. Dachten wir zumindest.

Der Thron entsteht

Also bauten wir erst mal drauflos. Das Gerüst entstand und auch ein Podest samt Sicherungen für den Feststoffbehälter, damit dieser uns während der Fahrt nicht besuchen kommen kann.

Dann verkleideten wir das Gerüst und sägten ein Loch zum Einsetzen des Trenneinsatzes in den Deckel.

Trenneinsatz

Bis hierhin funktionierte alles noch super. Aber dann kam der schwierige Teil.

Wohin mit dem Flüssigen?

Unser Trenneinsatz kam übrigens im Set mit zwei Behältern. Wir stellten beim Zusammenbauen allerdings fest, dass die Maße unseres künftigen Throns gar nicht zuließen, dass die beiden Behälter dort positioniert werden konnten, wo sie eigentlich hingehörten. Unsere Konstruktion war einfach zu klein.

Kein Problem, dachten wir… wir klemmen einfach einen Schlauch darunter, der das Flüssige dann sicher zu seinem Behälter geleitet. Wir hätten dann gleich auch eine Art Siphon als Geruchsverschluss.

Na ja, um es kurz zu machen: Auch das hat nicht funktioniert. Wir probierten gefühlt hunderte von Möglichkeiten aus, aber so richtig zufrieden waren wir nicht. Der letzte Versuch war dann eine Behelfslösung, die uns über ein Wochenende begleitete. Dabei handelte es sich um einen Faltkanister, den wir mit Schlauchschellen am Abfluss des Trenneinsatzes anbrachten und dann in unseren Kasten darunter quetschten.

Unterwegs war noch alles gut. Es hielt alles dicht und es roch nichts. Doch dann waren wir wieder zuhause und wollten den Pipibehälter leeren… Es brauchte nicht nur sehr viel Mühe das Ding wieder aus dem Kasten zu ziehen, sondern es entfaltete sich in diesem Moment auch noch ein lieblicher Duft. Definitv keine Erfahrung, die wir regelmäßig machen wollten.

Ein Unterflurtank muss her

Die Entscheidung fiel dann auf einen Urintank, der unter dem Fahrzeug befestigt wird. So können wir z.B. geeignete Entsorgungsstationen anfahren, oder im Notfall immer noch einen Behälter darunterstellen um den Inhalt dann z.B. in Autobahntoiletten oder ähnlichem zu entsorgen.

Um keinen festen Schlauch am Trenneinsatz befestigen zu müssen besorgten wir uns dafür noch einen Siphon, der passenderweise genau zu dieser Zeit für unseren Trenneinsatz auf den Markt kam.

Siphon für Trockentrenntoilette

To be continued

Tja und genau an dieser Stelle tüfteln wir zur Zeit noch herum. Wir hatten zwar schon eine Lösung gefunden, dachten wir. Diese hat sich auf lange Sicht leider allerdings als doch nicht so optimal herausgestellt.

Zum Glück hat sie aber wenigstens während unseres Roadtrips durch Deutschland gehalten, also mehr oder weniger 😉

Sobald wir dieses Thema für uns abhaken können, werden wir natürlich darüber berichten.

Für diesen Beitrag war es das jetzt aber erst mal wieder.

Update: Wir konnten den Haken endlich setzen 😉 In diesem Beitrag fassen wir die Ereignisse noch einmal zusammen und zeigen Dir die Lösung für unser Problem: To pee or not to pee

Moin, wir sind Cathi und Flo. Vanarang.de ist ein Vanlife Blog über Roadtrips, unseren Wohnmobilausbau und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

Kommentare

  • Nicole Schulte
    15. August 2020

    Euer Blog ist toll. Und wir freuen uns immer, von euch zu hören. Hoffentlich kommt ihr auch mal ins Sauerland, oder wir treffen uns woanders. Ganz liebe Grüße, Nicole und Jürgen.

    Antworten

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