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DIY Camper Ausbau mit Herz

Gas, Strom & noch mehr Stauraum für unseren DIY Camper

Enthält Werbelinks.Weitere Informationen am Ende des Beitrags.

Und zack ist auch schon wieder Mai. Das heißt wir werkeln jetzt schon seit über einem Jahr an unserem Jumper herum.

Inzwischen ist der gute Jean schon 21 Jahre alt, also international volljährig 😉

So langsam wird es also Zeit ihm die große weite Welt zu zeigen. Und auch wenn COVID-19 uns zeitlich doch etwas zurückgeworfen hat, konnten wir in den letzten Wochen sehr große Schritte machen. Wir sind zwar noch nicht ganz fertig, aber auf einem sehr guten Weg.

In diesem Beitrag möchten wir Dir mal wieder zeigen, was sich in und an unserem DIY Camper so alles getan hat.

Seifenblasen mit Gasfüllung

Wir haben uns im letzten Ausbaubericht ja schon sehr ausgiebig darüber gefreut, dass unser Gaskochfeld endlich geliefert wurde.

Damit wir uns auch etwas Leckeres darauf brutzeln können, musste es vorher aber natürlich noch angeschlossen werden.

Also haben wir uns ein 8mm Gasleitungsrohr gekauft, es passend zugeschnitten und hingebogen.

Gasrohrschneider

Mit so einem Rohrschneider* klappt das Kürzen übrigens super einfach und es gibt keine Grate an den Rändern.

Nach dem Schneiden kam dann der Zusammen- bzw. Einbau. Nach einem schnellen Blick in die Bedienungsanleitung konnte es auch schon losgehen.

Den Gasdruckminderer und den Schlauch miteinander zu verschrauben war noch recht einfach, aber die Schneidringe hatten es echt in sich. Diese dienen als Verbindung zwischen dem Rohr und z.B. dem Schlauch oder dem Kochfeld selbst.

Um diese Dinger richtig fest anzuziehen bzw. dicht zu bekommen, braucht es schon etwas Muskelkraft. Aber schon nach wenigen Litern Schweiß, die uns in bester Actionfilm-Manier über unsere stählernen Muskeln… Irgendwann war dann halt alles fest 😉

Gasanlage DIY Wohnmobil

Wir haben die Verschraubungen zwischendurch mit einer Mischung aus Wasser und Spüli (von Letzterem mehr) eingepinselt um zu sehen, wo sich Blasen bilden bzw. wo unsere Leitungen noch gewisse Inkontinenzen aufweisen.

Tatsächlich war eine Verschraubung auch nicht gleich auf Anhieb dicht. Ein kurzes Nachziehen mit dem 17er-Schlüssel sorgte dann aber für Abhilfe.

Kaffee ist fertig

So ein angeschlossenes Gaskochfeld möchte natürlich auch ausprobiert werden. Also haben wir uns den Espressokocher, zwei Tassen und noch etwas Beiwerk geschnappt um uns mit einer frischen Tasse Kaffee zu belohnen.

Der erste Test für unser Gaskochfeld

Die Gasflamme loderte empor und kitzelte den Edelstahl am Boden unserer Bialetti. Das Wasser begann zu brodeln und bahnte sich schließlich seinen Weg durch das Kaffeesieb in die Kanne.

Wohliger Kaffeeduft durchflutete das gesamte Wohnmobil…

Firscher Kaffee aus dem Espressokocher

Und nach ein paar gemütlichen Schlückchen der dunklen Flüssigkeit war der erste Test bestanden.

Unsere Kaffeetafel im Wohnmobil

Passt, wackelt nicht und hält dicht

Dann kam der Tag der Gasprüfung bzw. Abnahme. Wir waren schon sehr gespannt, ob unser DIY Camper auch diese Hürde meistern würde.

Zunächst testete der freundliche Herr vom TÜV Nord, ob alle Flammen unseres Kochfelds funktionieren und dann ob die Zündsicherung das tut, was sie soll.

Beides wurde mit entsprechenden Häkchen als bestanden markiert.

Dann kam die Dichtigkeits… Dichtheits… öhm, der Test ob alles dicht ist. Dabei wird die Gasflasche abgestöpselt und an ihrer Stelle ein Testgerät angeschraubt. Dieses baut dann einen bestimmten Druck auf, den die Anlage zehn Minuten lang halten muss.

Gasprüfung

Zu unserer Erleichterung hat Jean aber auch diese Prüfung bestanden. Zwischendurch gab es sogar noch ein paar lobende Worte zu unserem Gaskasten. Wie wir den gebaut haben, zeigen wir Dir übrigens in diesem Beitrag: So haben wir unseren DIY Gaskasten gebaut

Während unsere Mundwinkel sich unseren Augen immer weiter annäherten, klebte der freundliche TÜV-Prüfer noch seinen Prüfsticker auf eine der Hecktüren und ein paar Euro später, war dann auch dieser Punkt auf unserer ToDo-Liste abgehakt.

ENDLICH!!!!!

Wir haben da noch etwas Platz

Eigentlich wäre nach der bestandenen Gasprüfung nun die Zulassung an der Reihe gewesen. Leider hatten die Zulassungsstellen aber immer noch zu…

Wir haben einfach das Beste daraus gemacht und uns weiter dem Ausbau gewidmet.

So ist z.B. über dem Essbereich ein weiterer Hängeschrank entstanden, der mit drei voneinander getrennten Fächern zusätzlichen Stauraum bietet. Wofür genau wird die Zeit zeigen 😉

Der Esszimmer-Schrank entsteht

Unter den Staufächern befindet sich übrigens noch ein kleiner Kasten mit Anschlussmöglichkeiten für 12 Volt und USB Geräte. Sogar ein LED Spot hat noch Platz gefunden und wird uns künftig als Esszimmer-Licht oder Leselampe dienen.

Noch mehr Stromanschlüsse für unseren Van

Anders als bei den bisherigen Schränken hat Cathi hier gemustertes Acrylglas in die Türen eingearbeitet. Das ist zwar etwas aufwändiger, als einfach eine Holzplatte zu nehmen, ist dafür aber sehr schön anzusehen und lässt den Schrank größer wirken, ohne dabei den restlichen Raum einzuengen.

Uns hat es auf jeden Fall so gut gefallen, dass wir danach gleich noch einen Schrank mit einer solchen Tür versehen haben.

Und während Cathi sich schon auf den nächsten Hängeschrank stürzt, kannst Du hier nochmal einen Blick auf den fertigen Esszimmer-Schrank werfen.

Cathi schraubt am Küchenschrank herum

Ist die Küche glücklich, ist es auch der Mensch

Damit die Küche nicht beleidigt ist und denkt, dass wir das Esszimmer lieber hätten, bekommt auch sie noch einen Hängeschrank.

Als kleines Extra haben wir diesem sogar noch eine kleine Bay spendiert, in der später z.B. Gewürze stehen könnten.

Cathi klebt die Mini-Bay an.

Auch bei diesem Schrank darf das gemusterte Acrylglas in der Tür nicht fehlen.

Der fertige Küchenschrank.

Die Küche hat aber nicht nur einen neuen Hängeschrank bekommen, sondern auch eine klappbare Abdeckung für das Kochfeld. Vielleicht hast Du sie ja ein paar Bilder weiter oben schon erblickt.

Falls nicht, zeigen wir sie Dir natürlich gerne nochmal und zwar in Aktion 🙂

Klappbare Abdeckung für das Gaskochfeld

Durch diese Abdeckung haben wir eine weitere Abstellfläche gewonnen und zusätzlich ist das Kochfeld geschützt, falls uns mal etwas aus dem Schrank fällt… oder der Schrank gleich selber runter kommt 😉

Das Zulassungs-Wunder

Am 21. April stolperten wir plötzlich über die Nachricht, dass die Zulassungsstellen im Landkreis Harburg wieder öffnen würden.

Keine 30 Minuten später lag die Bestätigung für unseren Zulassungstermin im Postfach.

FINALLY!!!!!!!!!!

Nur ein paar wenige Tage danach war es dann endlich soweit. Unser Jumper darf nun als Wohnmobil auf den Straßen dieser Welt wandeln.

Zulassung DIY Wohnmobil

Wie wäre es jetzt mit ein wenig Strom?

Die letzte große Baustelle (keine Angst, viele kleine sind noch offen) waren der Einbau und Anschluss der Strom-Anlage. Die Lampen, Steckdosen usw… hatte Flo ja zum Glück schon alle verkabelt und angeschlossen.

Es fehlten also nur noch die Batterie und etwas um sie aufzuladen um das Ganze zu vervollständigen.

Als wir uns (damals) das erste Mal mit dem Thema Elektronik beschäftigten war uns schon klar, dass wir uns eine LiFePo4 Batterie ins Auto stellen wollen. Diese sind nicht nur leichter, als vergleichbare AGM- oder Säure Modelle, sie sind (unter Anderem) auch zyklenfester und können tiefer entladen werden. Das bedeutet, die Kapazität muss nicht so hoch sein.

Nach der Berechnung unseres täglichen Energiebedarfs entschieden wir uns für eine kleine 42 Ah Batterie. Das klingt auf den ersten Blick zwar eher wenig, aber wir haben kaum bis gar keine hungrigen Abnehmer. So ziemlich jedes unserer Geräte ist sehr sparsam im Stromverbrauch bzw. verfügt über einen eigenen Akku, der sich per USB laden laden lässt. Für Letztere können wir zusätzlich auf diverse Powerbanks zurückgreifen, falls “der großen” doch mal der Saft ausgehen sollte.

Wo wir gerade von ihr sprechen. Die LiFePo4 Batterie ist erst mal provisorisch unter die Beifahrersitze gezogen und wartet dort jetzt geduldig darauf, dass wir einen günstigen Einzelsitz finden unter dem sie dann fest eingebaut wird.

Bordbatterie DIY Wohnmobil

Sieht wild aus, hält aber bombenfest. Und es war noch so viel von den Spanngurten “übrig”, dass wir die Enden einfach über herumgewickelt haben, wo noch Platz war.

Die Batterie haben wir dann noch mit unserem Sicherungskasten verkabelt und “die Hütte” hatte endlich Strom 🙂

Auch interessant: Werkzeug & Material für den Van Ausbau

Mach ma Sonne Digga

Damit die arme Batterie nicht immer nur geben muss, sondern auch mal etwas zurück bekommt, haben wir zwei Möglichkeiten um sie zu laden.

Zum Einen gehörte zu ihrem Lieferumfang auch ein Ladegerät mit 230 Volt Anschluss. Wir können uns damit also z.B. auch auf Campingplätzen anstöpseln. Und zum Anderen haben wir noch eine 200 Watt starke Solaranlage aufs Dach geklebt.

200 Watt Solaranlage

Die Anlage besteht aus zwei Panels, die jeweils 100 Watt liefern. Leider konnten wir die volle Leistung aus luxusgründen noch nicht testet, denn wir bekommen die Batterie im Moment nicht leer genug 😉

Immerhin konnten wir aber schon testen, ob sie überhaupt Strom liefert:

Solarcomputer S - Votronic

Was kommt als nächstes?

Im nächsten Schritt kümmern wir uns jetzt um eine weitere Staumöglichkeit über dem Bett und die Verkleidung der Hecktüren. Danach geht es dann an die die Dusche und was uns sonst noch so einfällt.

Wir halten Dich natürlich weiter auf dem Laufenden.

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Moin, wir sind Cathi und Flo. Vanarang.de ist ein Vanlife Blog über Roadtrips, unseren Wohnmobilausbau und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

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