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Auf der Suche nach dem Van fürs Leben

DIY Camper Ausbau

So findest Du den richtigen Van für Deine Abenteuer!

Soll es ein Bulli sein, ein Düdo oder vielleicht doch lieber ein neuer Kastenwagen? Wird es ein Selbstausbau oder ein fertiges Wohnmobil?

Es ist gar nicht so einfach sich zu entscheiden.

Aber noch bevor es an die eigentliche Auswahl einzelner Modelle geht, solltest Du Dir überlegen, welche Eigenschaften Dein künftiger Van überhaupt mit sich bringen sollte.

Ist es wichtig das Auto auch im Alltag nutzen zu können? Wie sieht es mit Stehhöhe aus? Wie groß soll das Bett werden?

Damit Du nicht im Meer der Fragen untergehst, haben wir die (aus unserer Sicht) wichtigsten Punkte für die Fahrzeugauswahl in diesem Beitrag für Dich zusammengetragen.

Darauf solltest Du bei der Auswahl Deines Vans achten

Platz & Stehhöhe

Draußen ist es so richtig “schön” ungemütlich. Es ist kalt, windig. Der Regen fällt in Bindfäden vom Himmel und trommelt rythmisch aufs Dach Deines Campers.

Es kann ja nicht immer nur regnen

Klingt soweit erst mal nicht unbedingt schlecht, umso gemütlicher ist es ja Drinnen 😉

Aber was, wenn es nicht aufhört zu stürmen und Du quasi im Auto gefangen bist? Dann wäre doch etwas Bewegungsfreiheit nicht verkehrt, oder? Unser Caddy bestand im Campingmodus zu 80% aus Liegefläche. Zum Schlafen super, aber als einziger Aufenthaltsort für mehrere Tage… puh.

Mehr Platz bedeutet aber nicht nur, dass Du Dich mal gerade hinstellen kannst, sondern auch mehr Stauraum. Gerade für längere Trips mit autarkem Charakter kann das sehr hilfreich sein.

Aus diesen und anderen Gründen (siehe weitere Punkte) war uns klar, dass unser DIY Camper auf jeden Fall über Stehhöhe verfügen muss.

Probestehen im DIY Camper
Probestehen im DIY Camper

Es kann ja nicht immer regnen

Wenn Du aber (Wind und Wetter zum Trotz) planst Dich die meiste Zeit an der frischen Luft aufzuhalten (es kann ja auch nicht immer regnen) und den Van “nur” als mobiles Bett brauchst, dann wäre ein Kastenwagen gegebenenfalls doch etwas überdimensioniert.

Außerdem lässt sich der “Wohnraum” kleinerer Vans auch durch Dach-, Heck- oder Vorzelte vergrößern. In diesen könntest Du dann ebenfalls Stehhöhe haben, sie müssen allerdings immer erst aufgebaut werden und als Sturmfest würden wir sie jetzt auch nicht unbedingt bezeichnen.

Freistehen bzw. Wildcamping kann mit diesen Zelten ebenfalls problematischer sein. Irgendwie fällt so ein Zelt dann vielleicht doch auf 😉

Große Kastenwagen sind dafür aber wieder unpraktisch, wenn Du planst Deinen Camper auch als Alltagsfahrzeug zu nutzen. Passende Parkhäuser, -plätze und -lücken können dann nämlich schon durchaus schwerer zu finden sein. Zusätzlich kann der Spritverbrauch mit wachsender Höhe und Länge ebenfalls steigen. Man kauft sich ja kein so großes Auto um es dann leer durch die Gegend zu kutschieren.

Was ist Dir wichtig?

Die erste Frage, die Du Dir stellen solltest ist also:

Möchte ich lieber ein kompaktes Fahrzeug, dass ich auch im Alltag ohne Einschränkung nutzen kann, oder ist mir viel Platz und Stehhöhe wichtiger?

  • Zur ersten Kategorie gehören z.B. der VW Bulli, Hochdachkombis (wie z.B. der Caddy) oder Transporter in den Maßen L1H1.
  • Zur zweiten Kategorie zählen Transporter ab L2H2 (mittellang und mittelhoch), wobei diese Werte nicht festgelegt sind. H2 kann je nach Hersteller mal höher und mal weniger hoch sein. Gleiches gilt für die Länge.

Im Beitrag: “Welcher Kastenwagen eignet sich für den Wohnmobil Ausbau” haben wir die Maße einiger Fahrzeugmodelle aufgelistet.

Bei fertig ausgebauten Wohnmobilen gibt ein Blick auf den Grundriss oft schon Aufschluss darüber, wie viel Platz zur Verfügung steht. Meist geizen die Hersteller aber auch nicht mit Informationen zu Fahrzeuglänge und co.

Fertig ausgebaut oder selber Hand anlegen?

Sobald Du Dich entschieden hast, wie groß Dein Van werden soll, kommen wir nun zur nächsten interessanten Frage:

Möchtest Du einen fertigen Campervan kaufen, oder selbst ausbauen?

Mit einem fertigen Wohnmobil kannst Du (je nach Lieferzeit) sofort aufbrechen und auf Reisen gehen. Vor der Abfahrt solltest Du nur das Packen nicht vergessen 😉

Gleiches gilt, wenn Du Dich für fertige Campingmodule, wie z.B. von KAUA’I entscheidest. Diese stellst Du einfach in den Kofferraum Deines Bullis oder Hochdachkombis und hast Dein Auto innerhalb weniger Minuten in einen Minicamper verwandelt.

Ein Selbstausbau verlangt da schon mehr handwerkliches Geschick und vor Allem Zeit. Wir schrauben jetzt z.B. schon fast ein ganzes Jahr an unserem Citroen Jumper herum.

Dafür können wir alles selber bestimmen, z.B.:

  • Welche Materialien wir verwenden wollen (z.B. wollen wir soweit wie möglich auf den Einsatz von Kunststoff verzichten und versuchen ausschließlich formaldehydfreies und unbehandeltes Holz zu verwenden)
  • Wie der Grundriss aussehen soll und welche Maße unsere Möbel haben
  • Wie viele Steckdosen, Lampen, Schalter, etc. wir brauchen und wo sie sein sollen
  • Welche Farben wir verwenden möchten (nicht nur die Farben an sich, sondern auch von welchem Hersteller diese kommen und welche Inhaltsstoffe enthalten sind)

Und es ist ja auch irgendwie cool sagen zu können: “Das habe(n) ich / wir selbst gebaut” 🙂

Unser DIY Campervan - Vorher - Nachher

Für Campingboxen gibt es inzwischen übrigens ebenfalls Selbstbau-Lösungen im Netz.

Mit einem fertigen Ausbau hast Du dafür aber weniger Stress. Du sparst Dir lange recherchen nach diesem und jenem (mal abgesehen vom Vergleich des riesigen Angebots auf dem Wohnmobil-Markt) und Du musst Dir auch nicht unbedingt Gedanken darüber machen, ob dem TÜV gefällt, was Du da gebastelt hast.

Wenn Du auf der Suche nach Campingboxen bist, dann können wir Dir bei Deiner Recherche behilflich sein. Im Beitrag “Mit diesen Campingboxen verwandelst Du Dein Auto in einen Minicamper” haben wir über 20 verschiedene Boxen und Module für Dich aufgelistet.

Gibt es Preisliche unterschiede?

Last but not least können sich fertige und selbstgebaute Lösungen natürlich auch im Preis unterscheiden. Gefühlt ist der DIY Camper erst mal günstiger, aaaber bei dieser Rechnung wird oft die Arbeitszeit nicht mit einbezogen.

Generell ist der Preis aus unserer Sicht aber ziemlich schwer vergleichbar. Für eine genaue Gegenüberstellung müsste der Wohnmobil Hersteller ja die gleichen Materialien, Farben usw., wie der Selbstausbauer verwenden und das kommt eher selten vor.

Letztendlich liegt es aber in der eigenen Hand wie viel Geld man in seinen Ausbau steckt bzw. welches Wohnmobil man mit nach Hause nimmt. Es gibt Leute, die ihren Van für weniger als 1000,-€ selbst ausgebaut haben und es gibt auch schon sehr günstige, gebrauchte Wohnmobile.

Worauf Du beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs achten solltest, haben wir im Beitrag: Unser DIY Camper – Vom Transporter zum Wohnmobil für Dich zusammengestellt.

Bist Du eine Frostbeule?

Wenn Du schnell frierst, oder Du Deinen Van auch im Herbst / Winter zum Campen nutzen möchtest, dann sei Dir an dieser Stelle (neben einer Heizung) noch das Thema Dämmung ans Herz gelegt.

Das betrifft sowohl den Selbstausbau, als auch fertige Wohnmobile.

Womit gedämmt wird, scheidet die Geister. Fast jeder schwört auf etwas anderes. Wir haben z.B. Armaflex genommen, es gibt aber auch viele, die mit Styropor dämmen.

Wie stark die Dämmung sein soll, hängt im Wesentlichen davon ab, was diese leisten muss. In der tiefsten Arktis brauchst Du beispielsweise etwas mehr davon, als für unsere aktuellen Winter in Norddeutschland.

Je stärker die Fahrzeuge gedämmt sind, desto dicker sind auch deren Wände (Seite, Dach und Boden). Und das wirkt sich natürlich auch auf den verfügbaren Platz im Innenraum aus.

Worauf möchtest Du schlafen?

Vielleicht hast Du an dieser Stelle schon eine ungefähre Vorstellung davon, wie groß Dein künftiger Camper werden soll. Falls nicht, helfen Dir die nächsten Punkte bei der Entscheidung weiter.

Kümmern wir uns mal um das Bett

Die Größe des Bettes hängt zum Einen davon ab, wie groß Du selber bist und wie viele Personen darauf liegen können sollen.

Wenn Du gerne ein 160x200cm Bett im Van haben möchtest, dann wird das bei den meisten Kastenwagen und Wohnmobilen nur in Längsrichtung funktionieren. So wäre das Fußende z.B. an den Hecktüren und das Kopfende in Fahrtrichtung.

Bei zwei Metern länge brauchst Du diesen Platz natürlich auch mindestens im Laderaum bzw. Wohnbereich. Kürzere Vans sind dann im Prinzip auch schon voll. Es passt zwar schon noch etwas Gepäck unter das Bett, aber drumherum kann es eng werden.

Um Platz zu sparen bauen viele Hersteller und Selbstausbauer das Bett daher quer ein. Kopf- und Fußende liegen so an den hinteren Außenwänden. Zwei Meter Liegefläche werden dann aber schwierig. Zumindest im Kastenwagenbereich. Je nach Modell stehen hier nämlich nur 1,60m bis 1,90m zur Verfügung.

In unserem Jumper hat z.B. ein 140x185cm großes Bett Platz gefunden. Für zwei Personen unserer Größe (wir sind beide knapp 1,73m) ist das vollkommen ausreichend.

Klapp- oder festes Bett?

Um noch mehr Platz zu sparen werden in kleineren Campern oft auch gerne Klappbetten, die Du z.B. tagsüber zusammenklappen und als Sitzfläche nutzen kannst, verbaut. Trotzdem muss der Platz für das ausgeklappte Bett natürlich immer freigehalten bzw. freigeräumt werden, um das Bett aufbauen zu können.

Als wir noch mit unserem Caddy auf Tour waren, fanden es manchmal allerdings schon sehr nervig immer erst das Bett aufbauen zu müssen, bevor wir hinein fallen konnten. Daher war für uns klar, dass wir auf jeden Fall ein festes Bett in unseren Transporter einbauen werden.

Die Breite des Bettes haben wir dann als Ausgangsmaß für die restliche Raumplanung verwendet. Je nachdem was noch dazukommt, muss der Laderaum natürlich auch entsprechend lang sein.

Wenn Du z.B. noch eine Dusche, eine Sitzecke und eine Küche in Deinen Van einbauen möchtest bzw. es dort bereits eingebaut sein soll, reicht es natürlich nicht, wenn der Laderaum nur paar Zentimeter größer ist, als das Bett. Zu den restlichen Möbelstücken kommen wir aber gleich noch.

Dusche und Toilette

Wir haben schon gehört und gelesen, dass sich viele keine Toilette in den Van bauen wollen. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber für uns wäre das nichts.

Es spart zwar wertvollen Platz, ohne eigenes Klo wären wir aber immer auf öffentliche Toiletten, wohlwollende Mitarbeiter in Geschäften und Restaurants oder einen ruhigen Platz in der Natur angewiesen. Und selbst Letzteres ist leider nicht immer gegeben. Blöd, wenn es dann mal sehr dringend ist.

Es gibt selbstverständlich auch noch andere Lösungen, wie z.B. der Noteimer oder die mobile Kleintoilette, die in irgendeiner Box bzw. hinter einer Tür oder einem Auszug versteckt wird. Aber auch das traf und trifft nicht wirklich unseren Geschmack.

Im Beitrag “Wie geht man eigentlich beim Wildcampen aufs Klo?” haben wir uns mit dieser Frage auch schon befasst, als wir noch mit dem Caddy unterwegs waren.

Für uns war daher klar, dass wir uns eine Toilette in den Camper stellen. Und zwar in einen eigenen Raum. Wir sind beim Kacken nämlich gerne für uns 😉 Und wenn wir den schon haben, warum bauen wir dann nicht auch gleich noch eine Duschtasse mit ein? So kamen wir zu unserer Dusch- / Toilettenkammer 😉

Wenn Du auch eine Dusche / Toilette haben möchtest, kostet das natürlich Platz. Je nach Ausstattung des Badezimmers zwischen 60cm (so breit war die kleinste Duschtasse, die wir finden konnten) und open End. Also jede Menge Stauraum, der verloren geht. Ach ja, und Stehhöhe ist dann logischerweise auch wieder sinnvoll. Aus unserer Sicht ist so ein eigenes Klo / eine eigen Dusche aber auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Wo kochst Du eigentlich?

Nach Schlafen und “aufs Klo gehen” kommen wir zum nächsten Grundbedürfnis von uns Menschen: Dem Essen.

Möchtest Du lieber eine feste Kochmöglichkeit im Camper, oder reicht Dir auch eine mobile Lösung?

Letzteres kommt z.B. oft bei Campingboxen zum Einsatz. Der Kocher befindet sich dann meist im Heck und wird einfach herausgezogen, wenn gekocht werden soll. So nimmt die Küche drinnen keinen Platz weg und Du musst trotzdem nicht hungern. Blöd nur, wenn das Wetter nicht so nach Open Air Küche ist (siehe Wetter-Beispiele weiter oben).

Komfortabler ist da schon die Küche im Innenraum. Die braucht dann halt nur “etwas” Platz. Bei kleinen Campern, wie z.B. dem Bulli kann sich das dann beispielsweise auf die Breite oder Länge des Bettes auswirken.

Wohnmobile / Kastenwagen können da schon großzügiger bestückt sein / werden. Und beim Kochen vor dem “Herd” stehen zu können, hat sicher auch seine Vorteile.

Unsere Küche (also der Schrank, auf dem das Kochfeld thront) ist ca. 90cm breit. Im Schrank selber befinden sich außerdem noch unser Gaskasten und Stauraum für Geschirr, Töpfe, Pfannen, Besteck und Co. Bei fertig ausgebauten Wohnmobilen befindet sich der Gaskasten oft aber auch im Heck, unter dem Bett. Bei festen Kochmöglichkeiten mit fünf bzw. elf Kilo Gasflaschen ist ein zum Fahrzeuginnenraum dichter (nach außen aber zwangsbelüfteter) Kasten für die Aufbewahrung der Flasche Pflicht. Zusätzlich darfst Du damit regelmäßig zur Gasprüfung, was zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Außerdem solltest Du noch ein wenig Platz für ein Waschbecken, Frisch- und Abwasserbehälter einplanen. Wir haben uns dafür einen separaten Spülschrank gebaut, der hinter dem Beifahrersitz steht. Auf dem Schrank sitzt das Spülbecken und im Schrank befinden sich ein 30 Liter Frisch- und ein 25 Liter Abwasser Kanister. Dieser Schrank ist etwa 40cm tief, 90cm hoch und 80cm breit.

Den Rest der Küche bauen wir in unserem künftigen Camper übrigens vor die Schiebetür, damit wir neben der Dusche noch Platz für eine separate Sitzecke mit Tisch haben. Auf diese Weise ist unser Einstieg zwar etwas schmaler, aber wir passen immer noch ganz gut durch 😉 Bei den fertig ausgebauten Kastenwagen befindet sich die Küche übrigens auch sehr oft an dieser Stelle.

Der Partykeller bzw. die Sitzecke

Immer nur Stehen oder Liegen wird auf Dauer auch langweilig. Und für eine Wohnmobilzulassung ist eine Sitzmöglichkeit mit Tisch (Klapptisch geht auch) sogar Pflicht.

Unsere Van Sitzecke
Unsere Sitzecke im DIY Camper

Ein Klappbett kann übrigens auch als Sitzgelegenheit durchgehen. Es muss zusammengeklappt nur halt irgendwie nach Sitz aussehen bzw. dessen Funktion gewährleisten.

Wir haben uns aber für eine Separate Sitzecke entschieden. Wie weiter oben schon beschrieben, wollen wir das Bett nicht immer auf- und abbauen müssen. Zusätzlich haben wir so den Vorteil, dass z.B. einer von uns am Tisch sitzen kann, während der andere sich parallel dazu im Bett ausstreckt.

Mit entsprechendem Camping-Mobiliar kannst Du es Dir zusätzlich auch noch außerhalb Deines Camper gemütlich machen.

Zeichne Dir ein paar Grundrisse auf, die Dir gefallen um besser planen zu können

So haben wir damals gerechnet:

Unser Citroen Jumper hat einen ca. 3,12m x 1,87m x 1,93m großen Laderaum. Auf der Beifahrer-Seite befindet sich eine große Schiebetür, für die wir auf dieser Seite ca. 1,40m abgezogen haben.

Das 1,40m breite Bett haben wir quer eingebaut. So bleiben noch 1,72m übrig. In Fahrtrichtung rechts steht unsere Kochecke mit ca. 80cm Breite. Danach kommt auf dieser Seite dann ein ca. 50cm breiter Einstieg. Bleiben also noch etwa 42cm. Und die haben wir genutzt um einen kleinen Spülschrank quer hinter den Fahrersitz zu stellen.

Bei den alten Jumper Modellen fängt der Laderaum nicht sofort mit der Schiebetür an, sondern erst nach (Trommelwirbel) ca. 45cm. Somit steht unser Spülschrank nicht direkt vor der Tür und versperrt somit nicht den Einstieg.

In Fahrtrichtung links kommt nach dem Bett die Duschkabine mit ca. 75cm Breite. Danach kommt unsere Sitzecke mit dem Klapptisch, die dann den restlichen Platz bis hin zum Beifahrersitz benötigt. Dieser wird später noch Drehbar, damit wir uns auch mal gegenübersitzen können 😉

Wir haben alle Möbel so bemessen, dass zwischen der linken und der rechten Seite noch ein Gang mit etwa 50cm Breite passt. Irgendwie müssen wir uns ja auch durchs Fahrzeug bewegen können.

Wenn Du für Deine Planung etwas mit verschiedenen Grundrissen oder Maßen spielen möchtest, empfehlen wir eine Skizze auf Karopapier, oder in digitaler Form, in der Du die Position und die Größe Deiner Möbel einzeichnest. Wir haben das Ganze in Excel gemacht. Wenn Du Dir mal ein Beispiel ansehen möchtest, kannst Du Dir unsere Vorlage hier herunterladen.

Der erste Grundriss für unseren Van Ausbau
Der erste Grundriss für unseren Van Ausbau

Es gibt aber auch richtige Profi-Programme, mit denen Du Deinen Camper in 3D planen und ansehen kannst.

Achte bei der Planung aber unbedingt darauf, dass die Möbel nicht unbedingt nahtlos ineinander übergehen können. Wir haben von den Abmessungen daher immer die jeweilige Breite der Trennwände abgezogen und versucht möglichst dünnes, aber dennoch stabiles Holz zu verwenden (Multiplex Birke, 9mm).

Zusätzlich geht auch noch etwas von der Breite / Höhe insgesamt ab. Die Wände werden ja verkleidet, gedämmt usw… Aus unseren 1,93m Höhe haben wir nach dem fertigen Ausbau beispielsweise noch ca. 1,80m übrig.

Was kostet der eigene Campervan?

Neben den Kosten für die Anschaffung und ggfs. den Ausbau, verlangt so ein Van / Wohnmobil auch an anderen Stellen Geld von Dir.

Wenn Du Deinen Campervan selber ausbaust, ist er anfangs vielleicht erst noch als LKW zugelassen. Diese sind zwar nicht sehr hoch versteuert (ca. 200€ bis 300€ im Jahr), hauen aber in der Versicherung ordentlich rein. Über den Daumen belaufen sich die Kosten dafür auf ca. 1.000€ bis 1.600€ im Jahr (je nach Versicherungsanbieter und Tarif).

Die Kfz-Steuer kannst Du über die Webseite des Bundesfinanzministeriums berechnen und über die einschlägigen Vergleichsportalen kannst Du in Erfahrung bringen mit welchen Kosten Du für die Versicherung rechnen musst.

Als Selbstausbauer kommen dann außerdem noch die Kosten für den Ausbau, ggfs. die Umschlüsselung zum Wohnmobil und die Gasabnahme, sowie die regelmäßigen Gasprüfungen, hinzu. Womit Du hier ungefähr rechnen musst, erfragst Du am besten bei der Prüfstelle (TÜV, Dekra, etc…) Deines Vertrauens.

Die Zulassungstelle möchte dann natürlich auch noch ihren Teil vom Kuchen. Auch hier können die Kosten variieren. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen möchtest, solltest Du auch hier vorab einmal anfragen.

Auch für (hoffentlich sehr selten fällige) Reparaturen solltest Du Dir immer etwas “Kleingeld” auf die hohe Kante legen.

Benzin bzw. Diesel brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht extra erwähnen 😉

Und wo parkst Du?

Kommen wir zum letzten Punkt: Weißt Du schon, wo Du Deinen Van abstellen kannst, wenn Du ihn gerade nicht brauchst?

Die Frage klingt erstmal merkwürdig, macht aber durchaus Sinn.

Mitten in der Stadt können Parkplätze nämlich schon mal rar sein, besonders für große Fahrzeuge. Parklücken könnten zu kurz sein um den Camper vollständig darin zu parken, so dass das Heck z.B. auf die Straße oder den Fußgängerweg ragt.

Und falls Du Deinen Van während der Ausbauphase nicht zugelassen haben solltest, kann es sein, dass dies dem Ordnungsamt unschön auffällt. Zumindest dann, wenn Dein künftiger Camper auf öffentlichem Grund steht. Meist dauert es dann nicht lang bis freundlich um Entfernung gebeten wird.

An einer stark befahrenen Straße bzw. einem gut frequentiertem Fußgängerweg kann der Platz zum Ausbauen zusätzlich auch schon mal eng werden. Die “Werkbank” vor dem Auto aufbauen, fällt dann wohl flach.

In vielen Städten gibt zwar auch Hallen, die für den Ausbau gemietet werden können, aber die kosten Geld und sind oft leider schon auf lange Zeit ausgebucht.

Wie Du siehst, ist die Parkplatz-Frage in einigen Fällen also gar nicht so abwegig 😉

Puh, das war jetzt doch etwas mehr Input, als wir ursprünglich dachten. Aber aus unserer Sicht hat jeder einzelne Punkt seine Daseinsberechtigung. Siehst Du es genauso? Oder hast Du vielleicht sogar noch Ergänzungen?

Schreib’ uns Deine Meinung, Tipps und Anregungen gerne in die Kommentare.

Moin, wir sind Cathi und Flo. Vanarang.de ist ein Vanlife Blog über Roadtrips, unseren Wohnmobilausbau und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

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