Was macht eigentlich unser künftiges Wohnmobil? Zu seinem Gemütszustand können wir zwar nur wenig sagen, aber was den Ausbau angeht, kommen wir gut voran 😉

Wie Du schon richtig vermutest, waren wir auch bei Temperaturen nahe des Siedepunktes weiterhin fleissig.

Inzwischen sind wir mit der Dämmung des Fußbodens fertig und eine Bodenplatte liegt auch schon drauf.

In diesem Beitrag bringen wir Dich mal wieder auf den aktuellen Stand unseres Ausbau Projekts.

Der Boden wird gedämmt

Im letzten Ausbaubericht haben wir Dir gezeigt, wie wir den Laderaum für den Einbau der Bodenplatte vorbereitet haben.

Bevor wir letztere aber an Ort und Stelle bringen konnten, ging es erst mal ans Dämmen. Wie viele andere auch, haben wir hierzu das selbstklebende Armaflex als Dämmstoff verwendet.

Was ist Armaflex?

Armaflex ist ein flexibler Dämmstoff, der eine niedrige Wärmeleitfähigkeit und einen hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand aufweist. Durch diese Kombination sollen Tauwasserbildung und Energieverlust vermieden werden.

Ersteres ist wichtig, damit sich unter der Dämmung keine Feuchtigkeit bildet und es nicht zu rosten beginnt und letzteres sorgt dafür, dass Temperaturen im Innenraum länger gehalten werden können. Egal ob kalt oder warm.

Armaflex gibt es in verschiedenen Serien: Armaflex AF (Beste Qualität), Armaflex XG und Armaflex ACE (günstigste Produktvariante). Zusätzlich gibt es jede Serie auch noch in verschiedenen Stärken.

Wir haben uns für die folgende Kombination entschieden:
19mm Armaflex AF für die Außenwände am Kopf- und Fußende des Bettes und 19mm Armaflex ACE für die restlichen Außenwände. 6mm Armaflex ACE für die Holme und 3mm ACE Band für das Abkleben der Übergänge zwischen zwei 19mm bzw. 6mm Platten.

Du kannst Armaflex übrigens neu kaufen, z.B. bei Amazon, oder Du machst es wie wir und deckst Dich mit Resten ein, die andere Ausbauer von ihrem Projekt übrig haben. Diese gibt es günstig z.B. bei eBay Kleinanzeigen.

Hinweis: Original Armaflex kommt von der Firma Armacell. Bei der Suche nach Armaflex werden Dir aber manchmal auch Konkurrenzprodukte angezeigt. Achte also zur Sicherheit immer auf den Namen und den Hersteller.

Jetzt geht’s ans Dämmen

Armaflex zuschneiden

Erst mal haben wir uns die Rollen des 19mm starken Armaflex in passende Stücke zerschnitten. Beim Abmessen haben wir darauf geachtet immer einen kleinen Tick mehr auszuschneiden.

So wollten und haben wir verhindert, dass es Lücken oder Löcher gab durch die das Bodenblech noch zu sehen war. An diesen Stellen könnte sich sonst Tau- bzw. Kondenswasser bilden und sammeln.

Tipp: Am besten funktioniert das Ausschneiden übrigens mit einem neuen / scharfen Cutter. Ist das Ding auch nur ein kleines bisschen stumpf reißt es das Armaflex mehr auseinander als es zu zerschneiden.

Das dünnere 3mm Band lässt sich auch problemlos mit einer Schere schneiden.

Nach dem Ausschneiden ging es dann ans Einkleben. Hierzu haben wir erst ein kleines Stück der Schutzfolie auf der Rückseite des Dämmmaterials abgezogen und das Armaflex dann mit dieser Seite voran aufgeklebt.

Armaflex aufkleben

Dann haben wir die Folie Stück für Stück weiter abgezogen und dabei immer alles schön glatt gestrichen, damit sich unter dem Zeug keine Luftblasen bilden konnten. Auch dort kann sich nämlich sonst das böse Tauwasser sammeln und auf lange Sicht für Ärger sorgen.

Die ersten Bahnen Armaflex sind aufgeklebt

Um ganz sicher zu gehen, dass alles ausreichend gedämmt ist, haben wir an einigen Stellen lieber eine Runde mit dem 3mm Band mehr gedreht. Am Ende sah es dann so aus.

Der Boden ist gedämmt

Dämmen der Hohlräume um die Radkästen herum

Bevor wir den gesamten Laderaum dämmen, wollten wir erst mal die Bodenplatte einsetzen. Auf diese Weise können wir uns einfacher im Innenraum bewegen, ohne immer darauf achten zu müssen, dass wir die Dämmung nicht beschädigen.

Daher galt es den 18mm starken Holzbelag beim Dämmen des Bodens zu berücksichtigen. Sonst hätten wir später nachkleben müssen und wären vielleicht nicht mehr überall ran gekommen.

Etwas tricky wurde es dabei im Bereich der Hohlräume um den Radkasten herum. Diese wurden vom Vorbesitzer unseres Jumpers nämlich vorbildlich mit Hohlraumversiegelung besprüht.

Armaflex hätten wir dort definitv nicht ankleben können. Mal ganz davon abgesehen, dass die Löcher allesamt ziemlich klein waren. Also haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen einen Deckel draufzusetzen.

Dieser besteht im wesentlichen aus einer dünnen Schicht Pappelsperrholz, die wir von der Innenseite mit 3mm Armaflex Dichtungsband beklebt und dann mit verzinkten Bohrschrauben an den Holmen befestigt haben. So wollten wir vermeiden, dass das Holz später am Blech scheuert und es zu nerviger Geräuschbildung kommt.

Holme abdecken

Im nächsten Schritt konnten wir uns dann dem Einbau der Bodenplatte widmen.

Viele greifen für diese auf OSB-Platten zurück, wir haben uns nach einiger Recherche und Beratung beim Holzhändler unseres Vertrauens aber für ein anderes Produkt entschieden und sogenanntes LivingBoard verwendet.

Was das ist und warum wir es den OSB-Platten vorgezogen haben, erklären wir im Beitrag: Die richtige Bodenplatte für den Wohnmobilausbau

Das Holz zuschneiden

Die einzelnen LivingBoard Zuschnitte kamen in den Maßen 250cm x 62,5cm und mussten dementsprechend noch von uns in kleinere Stücke zersägt werden.

LivingBoard zuschneiden

Um uns das Aussägen so einfach wie möglich zu machen, haben wir uns Schablonen aus Pappe gebastelt. Über diese konnten wir dann Unebenheiten durch das Armaflex und die Radkästen einfach auf das Holz übertragen.

LivingBoard mit Schablone einpassen

Nachdem alles ausgesägt und erstaunlicherweise gleich beim ersten Mal passte, haben wir dann noch die Positionen der zuvor eingeklebten Holzlatten auf das LivingBoard übertragen.

Last but not least haben wir die Bodenplatte dann noch überall dort, wo wir eine Holzlatte auf das Bodenblech geklebt haben, festgeschraubt.

Bodenplatte anschrauben

Und so sieht das Ganze nun fertig eingebaut aus:

LivingBoard Bodenplatte in unserem künftigen Wohnmobil

Wie geht es weiter?

Der Einbau der Bodenplatte war ein wichtiger Meilenstein für uns. Denn nun können wir uns um die Konstruktion des Bettes, der weiteren Dämmung und dem Verkleiden der Wände widmen.

Natürlich halten wir Dich auch weiterhin über den Fortschritt unseres Wohnmobilausbaus auf dem Laufenden.

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