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Reiselogbuch #03 – Südnorwegen: Von der Skrelia bis auf den Preikestolen

Enthält Werbelinks.Weitere Informationen am Ende des Beitrags.

Wir haben es getan! Also nicht das was Du jetzt vielleicht denkst… wir haben unsere 5kg Gasflasche auffüllen lassen. In Norwegen. Und es war gar kein großes Ding. Zumindest für den freundlichen Mitarbeiter des Gasauffüll-Ladens in Ålgård nicht.

Für uns waren die Freude und vor Allem auch die Erleichterung groß, dass es bei uns auch künftig heißen Kaffee und warmes Essen geben wird.

Aber damit ging die Woche eigentlich gar nicht los. Also holen wir noch etwas aus und erzählen Dir in diesem Beitrag was wir in der letzten Woche alles erlebt haben.

Wir cruisen durch Südnorwegen

Ab ans Meer

Nachdem wir das Wandergebiet in der Skrelia (siehe Reiselogbuch #2) verlassen hatten, steuerten wir das Meer an. Genauer gesagt eine kleine Insel in der Nähe von Egersund.

Eigersund Norwegen

Das Wetter weckte jetzt zwar nicht unbedingt die Bade- bzw. Strandlaune in uns, aber es gab Duschen, der LTE-Empfang… war O.K. und die Landschaft war trotzdem ein echter Hingucker.

Nordseeküste bei Eigersund in Norwegen

Gut zu wissen: In Südnorwegen (zumindest an den Orten, die wir dort besucht haben) war der Empfang leider nicht sooooooo super. Der Router schaffte es hier mit Mühe und Not so ein bis zwei 4G Balken zu erhaschen…

Gar nicht so leicht da immer ein passendes Örtchen fürs Home Office zu finden. Bisher hatten wir aber (klopf auf Holz) immer Glück.

Und während ich (Flo) mich am nächsten Morgen in mein virtuelles Büro eingeklinkt habe, hat Cathi die nähere Umgebung erkundet und fleißig Aufnahmen für diesen Beitrag, Instagram und unseren Vanlife Vlog bei YouTube gemacht.

Gut durchgepustet, frisch geduscht und mit schönen Eindrücken im Gepäck, machten wir uns Abends dann wieder auf den Weg.

Das Tor in eine andere Welt

Am Abend vor Christi Himmelfahrt musste sich der arme Jean wieder ein paar Höhenmeter nach oben quälen… Gut O.K., wir haben ihn da hoch gequält. Aber die Strapatzen haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Nach dem Anstieg ging es zwar noch ein paar steile Serpentinen-Kurven bergab, aber dann durfte Jean sich erst mal für zwei Nächte ausruhen.

In Norwegen ist es ja öfter so, dass man vorher nicht weiß, wie die Landschaft am Ende eines Tunnels oder hinter der nächsten Kurve aussieht. Diesmal war es aber wirklich so, als wären wir durch eine Art Tor oder Portal gefahren.

Portal in eine andere Welt

Die Tunnelfahrt war steil, lang und unbeleuchtet. Und am anderen Ende war es tatsächlich so, als hätten wir uns “mal eben schnell” in eine andere Gegend gebeamt. Selbst das Navi wusste nicht mehr genau welchem Ort es unseren Standort zuordnen sollte.

Wir waren mitten im Nirgendwo.

Die Landschaft war bzw. ist hier wirklich atemberaubend schön. Und das sowohl bei “gutem” als auch bei “schlechtem” Wetter. Es ist einer dieser Orte, den man in seiner Schönheit erst mal begreifen muss.

Schon gesehen?  Reiselogbuch #04 - Drehortbesuch & Kajak fahren auf dem Eidfjord

So standen wir, nachdem wir das Tunnelportal verlassen hatten, erst mal mit laufendem Motor mitten auf der Straße und konnten einfach nur schauen.

Norwegen Vikesa

Um unser Glück an diesem Ort perfekt zu machen, gibt es sogar einen Wanderparkplatz zwischen den Bergen, der direkt an einem malerischen Fluss liegt.

Wanderparkplatz in einem Tal bei Vikesa in Norwegen

Und dieses Angebot nahmen wir natürlich sehr gerne und dankend an.

Also Motor aus, Wanderschuhe an… uns in der Aussicht verlieren… wieder zu uns kommen und loswandern.

Fluss in einem Tal bei Vikdesa in Norwegen
Brücke über einen Fluss bei Vikesa in Norwegen
Wunderschönes Tal bei Vikdesa in Norwegen
Vikesa in Norwegen
Talblick bei Vikesa in Norwegen

Leider konnten wir aber nicht die ganze Tour wandern. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage war es auf dem oftmals recht steilen “Weg” teilweise sehr rutschig und glatt.

Unser Bewegungsradius hat aber trotzdem ausgereicht um diesem Tal einen Platz in unserer Topliste schöner Orte in Norwegen zu sichern.

Ein Highlight ganz anderer Art erwartete uns dann am Freitag, nachdem wir das Tunnelportal (einen anderen Weg ins und aus dem Tal konnten wir nicht finden) in entgegengesetzte Richtung wieder zurück fuhren.

Gasflasche nachfüllen in Norwegen: Pfffffft… das macht dann 229 Kronen

Eigentlich wollten wir uns vor unserer Abreise noch ein Set mit Gasflaschenadaptern kaufen, damit wir auch Flaschen mit anderen Anschlüssen an unser Kochfeld anklemmen könnten…

Dann lasen wir aber, dass wir unsere 5kg Flasche in Norwegen auch nachfüllen lassen können. Also wahrscheinlich… Ganz konkret fanden wir dazu leider nichts. Trotzdem riskierten wir es und fuhren ohne Adapter los.

Jetzt wissen wir: Es geht! Deutsche Gasflaschen können in Norwegen wieder aufgefüllt werden. Zwar nicht überall, aber es geht. Wir fanden eine LPG Norge Filiale in Ålgård bzw. eine Dekkbutikken, die irgendwie zu LPG Norge gehört??? Na ja, auf jeden Fall konnten wir unsere Flasche dort auffüllen lassen.

Dekkbutikken Gasflasche auffüllen

Und das ging erstaunlich einfach. Wir stellten die Flasche auf einen kleinen Holzwagen, ein freundlicher Mensch nahm sie entgegen, schleppte sie kurz in einen Nebenraum und brachte sie kurze Zeit später und voll mit Gas wieder zurück.

Gasflasche nachfüllen in Norwegen

Tipp: Auf der Webseite von LPG Norge findest Du übrigens eine Übersichtskarte aller Standorte. Wir empfehlen aber vorher einen Blick auf die einzelnen Geschäfte zu werfen, ob dort auch deutsche Gasflaschen ohne Adapter befüllt werden können – Oder Du rufst einfach kurz an und fragst 😉

229 Kronen später saßen wir dann auch schon wieder im Auto und waren auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel. Dem Campingplatz am Preikestolen.

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Die fröhliche Wanderung zum Preikestolen…

Auf dem Preikestolen in Norwegen

Der Aufstieg zum Preikestolen lohnt sich auf jeden Fall. Man hat eine gigantische Aussicht von da oben. Kein Wunder also, dass der quadratische Felsvorsprung mit seinen knapp 600 Metern Höhe zu Norwegens Top Locations für Tourist*innen zählt. Aaaaaber, der Aufstieg hat es echt in sich…

Aufstieg zum Preikestolen

Die folgenden, durchnässten Seiten eines Tagebuchs von einem gewissen Florian L. fanden wir auf dem Campingplatz. Wir wissen nicht, ob es vom Regen, Schweiß oder seinen Tränen durchnässt ist…

Samstag, 28. Mai 2022

07:00 Uhr

Der Wecker klingelt und holt uns unsanft aus einer viel zu kurzen Nacht. Vermutlich waren wir einfach zu aufgeregt um durchzuschlafen… oder in gewisser Vorahnung…

08:20 Uhr

Die Tour beginnt. Weil der Shuttle Bus zum Preikestolen Basecamp wohl immer sehr voll sein soll und wir beim Wandern nicht vom Sog einer Gruppe mitgerissen werden wollen, beschlossen wir am Vorabend die vier Kilometer vom Campingplatz bis zum Start der eigentlichen Wanderung zu Fuß zu laufen.

08:35 Uhr

Geht die Straße jetzt etwa die ganze Zeit über steil bergauf… bis wir am Basecamp ankommen?

Auf zum Preikestolen

08:37 Uhr

Geh’ wandern haben sie gesagt… der Aufstieg zum Preikestolen lohnt sich… die sind bestimmt auch alle mit dem Bus gefahren…

Vom Campingplatz zum Preikestolen Basecamp

08:40 Uhr

Und es ist immer noch steil… dabei sind wir noch nichtmal in der Nähe der eigentlichen Wanderroute…

08:42 Uhr

Ich spüre meine Füße nicht mehr…

08:45 Uhr

Ich überlege ernsthaft einfach umzudrehen.

08:56 Uhr

Wir sind ENDLICH am Startpunkt angekommen. Am STARTPUNKT!!!!! Jetzt geht es erst so richtig los… und wir sind quasi zeitgleich mit dem Shuttle Bus angekommen —Augenzucken

09:15 Uhr

Es ist zwar immer noch anstrengend, aber der schöne Wanderweg und die tolle Aussicht zwischendurch haben neuen Mut in mir geweckt.

Aussicht vom Wanderweg zum Preikestolen

09:20 Uhr

Es geht schon wieder bergauf… ich weine innerlich.

10:06 Uhr

Meine Lunge pfeift ein munteres Wanderlied… ich hasse sie. Leider brauche ich das Ding zu atmen, sonst wäre sie schon längst rausgeflogen und dürfte sich alleine den Berg hoch schleppen.

Wanderung zum Preikestolen - Aussicht

10:15 Uhr

Ist das helle Licht die Sonne, oder sollte ich mich lieber davon fernhalten?

10:18 Uhr

Es ist schon etwas ebener, aber es geht immer noch bergauf. Inzwischen dürften mich alle Teilnehmer unserer Reisegruppe und auch die der folgenden Shuttle-Busse überholt haben…

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Ach ne, es gibt doch noch einen Nachzügler… der joggt!!!!! gerade an mir vorbei. Scheiß Angeber. Ich hasse ihn…

Jogger auf dem Weg zum Preikestolen

10:25 Uhr

Ich glaube, ich habe das Schlimmste hinter mir… Die Aussicht ist echt wunderschön. Hätte ich noch genügend Kraft um vor Freude zu weinen, ich würde es tun…

Wanderweg zum Preikestolen

10:56 Uhr

Der nächste Anstieg… das Augenzucken ist schlimmer geworden…

11:19 Uhr

WIR SIND DA!!! Und mit uns all die anderen Touris, die uns und vor Allem mich unterwegs überholt haben. Den Jogger sehe ich allerdings nicht, ist auch besser für ihn!

Wir sind auf dem Preikestolen

Jetzt heißt es erst mal Aussicht tanken und frische Energie anschauen… oder so… ich kann nciht mrh so gt denkem…

Touris auf dem Preikestolen
Aussicht vom Preikestolen
Fjord beim Preikestolen
Aussicht vom Preikestolen Felsvorsprung in Norwegen

16:00 Uhr

Wir sind zurück auf dem Campingplatz und ich höre meinen Körper sprechen: Muss liegen… kann nicht mehr laufen… muss liegen…

Joa, zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass es ihm wohl irgendwie gefallen hat 😉

Es war wirklich eine sehr anstregende Wanderung, aber es hat sich definitiv gelohnt. Einmal um zu wissen, dass wenigstens die älteren Wandersleute mit Mitte 70 fast genau so oft Pause gemacht haben wie wir und um eine wahnsinns Aussicht erleben zu dürfen.

Natürlich fühlt es sich zudem auch gut an, dass wir es geschafft haben. Rauf und wieder runter inklusive den acht zusätzlichen Kilometern vom Campingplatz zum Basecamp und wieder zurück.

Mal schauen wohin uns die nächsten Touren führen werden 😉

Der Vlog zum Blog

Wenn Du unsere Reise auch in Videoform begleiten möchtest, dann wirf’ doch mal einen Blick in unseren Vanlife Vlog auf YouTube. Wir freuen uns auf Deinen Besuch.

Vanlife Vlog Norwegen
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Veröffentlicht von Cathi und Flo

Moin, wir sind Cathi und Flo - vanarang.de ist ein Blog über den Selbstausbau unseres Wohnmobils, das Leben darin und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

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