Vanlife… Zwei Wörter, die zusammen ein Lebensgefühl bezeichnen, welches in den letzten Jahren immer populärer geworden ist. Auch auf uns strahlt er eine gewisse Anziehung aus.

Wir wollen jetzt zwar nicht unsere Bleibe kündigen und ins Auto ziehen, aber trotzdem gefällt uns der minimalistische Ansatz und das, aufs Wesentliche reduzierte Lebenskonzept.

Aber bedeutet Vanlife überhaupt, dass man auch in seinem Gefährt leben muss? In diesem Beitrag versuchen wir eine Antwort zu finden.

Vanlife: Was ist das eigentlich?

Die romantische Erklärung könnte lauten, dass Du Dich einfach freier fühlst. Du lernst das Leben auf eine völlig neue Art und Weise kennen. Du reduzierst Dich und Deinen Besitz auf das Wesentliche. Auf das was Du zum Leben und zum Glücklich sein brauchst.

Van Life: Was ist das eigentlich?

Die kommst der Natur ganz nah und entdeckst die Welt in Deinem fahrenden Zuhause.

Houseless not Homeless!

Die „etwas“ unromantischere Beschreibung ist, dass Du Vollzeit in Deinem Van lebst und auch von dort aus arbeitest. 😉

Muss es immer ein Van sein?

Das Wort „Van“ dient hier mehr oder weniger als Platzhalter. Denn tatsächlich muss es gar nicht immer ein Van sein. Das Konzept lässt sich z.B. auch auf kleinere PKWs oder gar riesige Expeditionsmobile übertragen.

Vanlife und die Kosten

Du musst einfach selbst entscheiden, wie viel Platz und welchen Comfort Du zum Leben benötigst. Und natürlich spielt auch Dein Budget eine nicht zu verachtende Rolle dabei. Denn nur weil Du plötzlich keine Miete mehr zahlen musst, bedeutet das ja nicht, dass Du auch generell keine Kosten hast.

Mit diesen Kosten solltest Du beim Leben im Van rechnen:

Vanlife ist nicht gleich Vanlife. Während die Einen vielleicht immer unterwegs sind, genießen es die Anderen auch mal für längere Zeit an einem festen Platz zu stehen. Ähnlich verhält es sich z.B. beim Essen. Einige Menschen verköstigen sich sehr gerne und oft außer Haus, während andere lieber selber den Kochlöffel schwingen.

Aus diesen und weiteren Gründen ist es leider sehr schwer eine exakte und für alle gültige Kostenaufstellung aufzusetzen. Dazu kommt, dass wir selber ja nicht im Van leben. Allerdings haben wir uns trotzdem mal ein paar Gedanken dazu gemacht, mit welchen Kosten beim Vanlife gerechnet werden sollten:

  • Benzin / Diesel: Hier gibt es eigentlich überhaupt keinen Richtwert. Die einen fahren mehr und die anderen weniger. In einigen Ländern kostet der Treibstoff mehr, in anderen dafür etwas weniger.
  • Camping- oder Stellplätze: Frei stehen bzw. Wildcampen ist nicht überall erlaubt / erwünscht. Zudem müssen ja von Zeit zu Zeit mal die Wasservorräte aufgefrischt und das Abwasser entsorgt werden. Dafür bieten sich Camping- oder Stellplätze super an. Die kosten allerdings etwas Geld. Meist bewegen sich die Preise aber im überschaubaren Bereich und liegen zwischen 10 und 30 Euro pro Nacht.
  • Lebensmittel: Hier dürften in etwa die gleichen Kosten, wie sonst auch lauern. Im Ausland können einige Lebensmittel allerdings auch mal etwas teurer sein, als hier.
  • Klamotten: Auch hier sollten preislich keine großen Überraschungen warten. Genau wie Lebensmittel, kauft man Klamotten ja auch unabhängig vom Thema Vanlife.
  • Internet / Handy: Ein mobiler Tarif mit unbegrenztem oder hohen Datenvolumen wäre für ein Leben on the Road sicher nicht verkehrt. Zumindest dann nicht, wenn über das Internet auch gearbeitet wird oder das Netflix Abo keinen Staub ansetzen soll 😉
  • Hygiene / Kosmetik: Auch hier sehen wir keine Kostenunterschiede zum Nicht-Van-Life.
  • Maut: Ein Thema, welches bei längeren Touren, besonders auch in anderen Ländern aktuell werden könnte ist die Maut. Die Kosten variieren hier allerdings von Ort zu Ort.
  • Reparaturen / Wartung: Es kann immer mal etwas kaputt gehen und es gibt Wartungsintervalle oder Untersuchungen (TüV, ASU, Gas), die eingehalten bzw. wahrgenommen werden sollten. Es empfiehlt sich also etwas Geld dafür zurückzulegen.
  • Versicherung(en): Eine größere Laufleistung kann auch höhere KFZ-Versicherungskosten nach sich ziehen. Außerdem kann es auch sinnvoll sein ADAC-Mitglied zu werden oder Auslands-Krankenversicherungen abzuschließen. Die Kosten können auch hier sehr unterschiedlich sein.
  • Sonstiges (Kleinkram, Essen gehen, Kino usw…): Schließlich will man sich ja auch mal etwas gönnen 😉

Vanlife = Leben und Arbeiten im Auto?

Bedeutet Vanlife tatsächlich, dass man ausschließlich im Auto leben und arbeiten muss? Das ist eine gute Frage. Per Definition würde es eigentlich genau das bedeuten. Zumindest findet sich diese Erklärung auf verschiedenen Webseiten wieder. Aber es scheint auch andere Modelle zu geben.

Zum Beispiel Teilzeit-Vanlifer, die neben ihrem Haus auf Rädern auch einen festen Wohnsitz haben. Andere wiederum leben zwar in Ihrem Auto, arbeiten aber nicht von dort aus, sondern ganz klassisch im Büro, in der Pflege oder anderen Berufen.

Wann ist man denn ein (Teilzeit-)Vanlifer?

Stellt sich jetzt nur die Frage, ab wann man eigentlich als Vanlifer durchgeht? Reicht es einmal im Auto gepennt zu haben, weil man zu müde zum Weiterfahren war? Wohl eher nicht.

Aber vielleicht beginnt Vanlife ja auch schon dort, wo z.B. der Urlaub nicht in einem Hotel stattfindet, sondern bereits bzw. ausschließlich unterwegs.

Wenn wir einen mehrtägigen oder sogar mehrwöchigen Roadtrip unternehmen, sind wir dann nicht schon irgendwie Teilzeit-Vanlifer? Immerhin leben wir ja während dieser Zeit auch im Auto. Auch wenn wir nicht von dort aus arbeiten.

Was bedeutet Vanlife für Dich?

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema? Wann beginnt Vanlife für Dich? Bzw. wie würdest Du es definieren? Oder gibt es vielleicht gar nicht DIE Definition? Haben wir in der Kostenaufstellung etwas Wichtiges übersehen?

Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.

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