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Leben im Wohnmobil | DIY Camper Ausbau | Minimalismus

Freistehen mit dem Minicamper: Wie geht man eigentlich aufs Klo?

Enthält Werbelinks.Weitere Informationen am Ende des Beitrags.

In nicht all zu ferner Zukunft steht für uns ein größerer Trip in Richtung Skandinavien an. Und weil es dort an vielen Orten erlaubt ist, wollen wir natürlich auch ein paar Nächte frei stehen.

Dabei wird es mit Sicherheit aber häufiger vorkommen, dass keine öffentlichen WC-Anlagen in der Nähe sind.

Und da in unserem Caddy keine Toilette eingebaut ist, stellt sich uns (unter Anderem) natürlich die Frage: Wie geht man eigentlich beim Freistehen mit dem Minicamper aufs Klo?

Und genau mit dieser Fragen möchten wir uns jetzt in diesem Beitrag beschäftigen.

Wie geht man eigentlich beim Freistehen mit dem Minicamper aufs Klo?

Für kleinere Geschäftlichkeiten lässt sich diese Frage in dringenden Fällen auch schon mal mit dem nächstgelegenen Gebüsch beantworten, aber was ist mit dem Rest?

Das Gebüsch

Wir haben dazu mal ein wenig recherchiert und tragen hier nun unsere Erkenntnisse zusammen:

Mit der Schaufel hintern Baum

Eine Möglichkeit wäre eine kleine Schaufel* ins Gepäck zu legen. Sobald der Körper dann signalisiert, dass der Verdauungsprozess abgeschlossen ist, könnte man sich diese einfach schnappen und dann ein gemütliches Plätzchen an der frischen Luft suchen.

So weit, so einfach. Aber was ist, wenn es kein ruhiges Plätzchen gibt? An beliebten Standorten kann es ja durchaus mal vorkommen, dass man dort nicht alleine steht. Die stillen Örtchen könnten dann unter ständiger Beobachtung stehen, oder immer schon besetzt sein.

Es gäbe in solchen Fällen natürlich die Möglichkeit sich mit den anderen Campern abzusprechen und einen bestimmten Bereich für Toilettengänge zu vereinbaren, in dem dann jeder seinen eigenen Platz (bei unseren Recherchen oft auch “Kackbaum” genannt) hat.

Trotzdem kann es ja mal passieren, dass nicht genügend Bäume für alle da sind. Und wohin mit dem schmutzigen Toilettenpapier? Es verrottet leider nur sehr langsam. Daher ist es eigentlich keine Option das benutzte Papier mit einzubuddeln, oder gar offen liegenzulassen, wie einige es machen.

Zusätzlich kann auch das Wetter mal nicht so optimal sein um sich “gemütlich” irgendwo hinzusetzen. Bei starkem Regenfall, eisigen Temperaturen oder Sturmböen kann es einem sicher schon mal schwer fallen sich aufzuraffen 😉

Last but not least ist es aus vielerlei Gründen aber auch allgemein gar nicht gerne gesehen, wenn die Natur für das große Geschäft genutzt wird.

Das Thema Schaufel wäre also eher etwas für den dringenden Notfall, aber keine dauerhafte Lösung.

Die mobile Toilette

Schöner wäre es natürlich einfach seine eigene Toilette dabei zu haben. Zum Glück gibt es dafür inzwischen sogar einige praktische Lösungen, auch fernab des unbequemen “Kackeimers” von früher.

Mit diesem ginge es natürlich auch, aber diese Brühe möchte man eigentlich nicht wirklich mit sich herum fahren. Wenn Festes und Flüssiges sich vermischen, kann es nämlich durchaus anfangen sehr übel zu riechen. Der Inhalt des Eimers müsste also immer umgehend entsorgt werden, nur wo? In der Pampa stehen meist ja nicht so viele Mülleimer herum.

Eine bessere Möglichkeit wäre daher das Porta Potti*. Es ist relativ günstig zu haben und durch seine kompakten Maße lässt es sich auch mal gut irgendwo “dazwischen quetschen”. Zudem bringt diese Toilette noch einen kleinen Tank mit in dem Festes und Flüssiges aufgefangen wird. Ein chemischer Zusatz desinfiziert das Ganze dann und sorgt dafür, dass es nicht riecht.

Da es sich aber um eine Chemietoilette handelt, ist für die Entleerung der Besuch einer Entsorgungsstation nötig. Und weil das die Entsorgung umständlicher macht, wird es oft nur als Notfalltoilette mitgenommen. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Zusatz auch nicht zwingend umweltfreundlich ist.

Eine noch bessere Lösung sind daher mobile Trenntoiletten*. Diese gibt es mittlerweile ebenfalls in sehr kompakten Ausführungen, was sie für die Mitnahme im Minicamper attraktiv macht.

Trelino - Mobile Trenntoilette
© meinetrenntoilette.de – Ein Klick aufs Bild öffnet die Produktseite bei meinetrenntoilette.de*

Auf dem Bild oben ist die Trelino Van Trenn- und Campingtoilette* zu sehen, die sich durch ihre kompakten Maße super für Minicamper, Bullis & Co. eignet.

Anders als beim Eimer und der Chemie-Toilette werden Festes und Flüssiges hier getrennt voneinander aufgefangen (daher auch der Name). Da Kot und Urin sich so nicht über den Weg laufen, gibt es auch weniger Angriffsfläche für die Geruchsbildung.

Nach dem großen Geschäft reicht dann meist schon eine Hand voll Streu (z.B. Kleintierstreu) um den Hinterlassenschaften ihre Feuchtigkeit zu entziehen und so dafür zu sorgen, dass es nicht duftet. Auf Chemie kann also verzichtet werden.

Trotz der geringen Abmessungen bieten die kleinen Trenntoiletten oftmals genügend “Stauraum” für ein paar Tage.

Um die Entsorgung so einfach wie möglich zu gestalten, legt man den Feststoffbehälter am besten mit einem Müllbeutel aus. Sobald dieser voll ist, kann er einfach im Müll entsorgt werden. Und der Inhalt des Urinbehälters kann z.B. in öffentlichen Toiletten geleert werden.

Diese Lösung ist daher eigentlich schon ziemlich optimal. Bleibt nur die Frage, wo man sie benutzt. Im Minicamper ist ja unter Umständen nicht genügend Platz vorhanden, um es sich dort für eine Sitzung gemütlich zu machen.

Das Toilettenzelt

Entweder stellt man sich die mobile Toilette also hinters Auto und hofft darauf, dass niemand vorbei kommt, oder man baut sich ein kleines Toilettenzelt* auf.

Klingt eigentlich nach einer guten Idee, ist aber vielleicht nicht so ideal fürs Freistehen. So ein Zelt fällt ja bestimmt doch zu sehr um damit irgendwo unentdeckt zu stehen bzw. zu campen.

Für offizielle Stellplätze, ohne WC, ist es dagegen eine super Lösung, weil man quasi sein eigenes Badezimmer dabei hat.

Was ist nun also die beste Lösung?

Für den Notfall sind Schaufel und Eimer auf jeden Fall besser als nichts. Eine mobile Trenntoilette* ist aber schon schöner und komfortabler.

Sie kann ja an Stelle der kleinen Schaufel mit in den Wald genommen werden. Dann braucht man nicht extra ein Zelt und ist trotzdem relativ gut vor fremden Blicken geschützt… also wenn ein freier “Kackbaum” da ist 😉

Vielleicht gibt es ja noch eine Lösung, die wir hier bisher noch nicht bedacht haben.

Schreib’ uns Deine Tipps und Tricks zu diesem Thema gerne in die Kommentare.

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Veröffentlicht von Cathi und Flo

Moin, wir sind Cathi und Flo. Vanarang.de ist ein Blog über den Ausbau unseres DIY Campers, unser Leben darin und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

9 Gedanken zu „Freistehen mit dem Minicamper: Wie geht man eigentlich aufs Klo?“

  1. Danke für Eure Tipps, da habt Ihr Euch eines präkeren, aber echt wichtigen Themas angenommen! Wir sind ja auch gern unterwegs und halten uns an die Baum-Variante, wobei wir die nicht-natürlichen Abfälle gerne eintüten und dann in einem Mülleimer entsorgen, sobald einer zur Verfügung steht 🙂

    1. Hi Küstenmami,
      immer gern und vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Ich denke die Baum-Variante ist auch die gängigste Methode, nur leider nicht bei jedem Wetter zu empfehlen 😉
      Aber vielleicht kommt die goldene Lösung ja noch.

      Gruß
      Flo

  2. Spitze, da habe ich mir die Tage auch schon mal Gedanken drüber gemacht 😀 Wir möchten gerne mal den West Highland Way abwandern und ich hab mich noch nicht entschieden, wie wir das Thema handhaben werden ^^

    1. Hallo Sue,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      So ganz entschieden haben wir uns auch immer noch nicht. Wie schon gesagt hat ja jede Möglichkeit ihre Vor- und Nachteile.
      Sobald wir eine (für uns) optimale Lösung gefunden haben, schreibe ich aber gerne nochmal einen Beitrag 🙂

      Gruß
      Flo

  3. Oh, das leidige Thema…
    Da wir eine Nummer größer unterwegs sind (aber wirklich nur eine), haben wir im Bulli zumindest Platz für eine Notlösung. Irgendwann muss ich auch endlich mal einen Beitrag zum Thema schreiben.

    In Schweden haben wir aber auch viele nette Orte mit eher schlichten, dafür aber ziemlich sauberen öffentlichen Toiletten gefunden. Das ist dann doch die angenehmere Lösung.

  4. Bei uns hat sich die Eimertoilette mit extra Deckel auf dem Eimer bewährt.
    Der Eimer wird mit einem Beutel ausgekleidet und mit Silikat-Katzenstreu befüllt.
    Nach dem Toilettengang wird Streu nachgefüllt.
    Es entsteht auch bei höheren Temperaturen kein unangenehmer Geruch.
    Wir haben ein Toilettenzelt, welches sich auch bestens bewährt hat.
    Durch die abgedunkelten Scheiben am Dokker, ist die Benutzung auch im Auto kein Problem.
    Der Müllsack wird, wie bei der Katzentoilette üblich, im Restmüll entsorgt.
    Mein Fazit: Feine Sache.

    1. Hi Gisela,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und die Erklärung.
      Gut zu wissen, dass es auch bei höheren Temperaturen nicht duftet. Für künftige Projekte werden wir wohl auch auf die Trockenlösung zurückgreifen.
      Liebe Grüße
      Flo

  5. Ein kurzer Spaziergang ins Gebüsch mit Schaufel und Toilettenpapier ist bei uns meist die gewählte Lösung. Das einzige Problem ist der Mangel an Privatsphäre, wenn andere in der Nähe sind. Aber, naja, spielt das eine rolle?

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