Nach Cathi hat auch Flo sich handwerklich ausgetobt und eine kleine Erweiterung für unser Heckzelt gebaut.

Dabei handelt es sich um eine Art Heckschürze, die um den hinteren Stoßfänger gespannt wird. Ziel dieser Konstruktion ist es kalte Windböen und Tiere, die sich unter dem Auto in unser Heckzelt mogeln möchten, fernzuhalten.

In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Flo das obige Problem gelöst hat.

DIY Heckschürze für den VW Caddy

Beim Campen mit dem Heckzelt kann es schon mal vorkommen, dass sich kalte Luftzüge oder kleine Tierchen unter dem Auto zu uns ins Warme mogeln wollen. Damit sich keine ungebetenen Gäste zu uns gesellen, hat sich Flo daher etwas ausgedacht.

DIY Heckschürze für den VW Caddy

Wie wir inzwischen festgestellt haben, gibt es wohl Heckzelte, die so eine Schürze in ähnlicher Form schon mitbringen. Da dies bei unserer „Wohnraumverlängerung“ aber nicht der Fall war, mussten wir etwas Improvisieren.

DIY Heckschürze aus Holz und Plane basteln

Für den Bau haben wir uns Holzplatten, Klappscharniere, dünnen Schaumstoff, Schutzlack und eine Haken-Halterung (heißt das so?) aus dem Baumarkt geholt. Das Ganze hat Flo dann am Ende noch mit etwas Plane von einem günstigen Camping-Windschutz verkleidet.

Schritt 1: Das Holz zurecht sägen

Bevor es ans Schrauben und Tackern gehen konnte, musste aber natürlich erst mal alles zersägt bzw. zerschnitten werden. Das ganze Bauwerk besteht in der Grundfläche aus vier Sperrholzplatten, die Flo dann in kleinere Teile zersägte um etwas Flexibilität in die Angelegenheit zu bringen.

Ganz Wichtig beim Sägen: Ernst gucken! 😉

Sägen ist eine ernste Angelegenheit

Nachdem Flo das Holz in die gewünschten Maße zerlegt hatte, ging es weiter zum nächsten Schritt.

Schritt 2: Schleifen was das Zeug hält

Beim Schleifen ist Augenmaß gefragt

Nach dem Sägen ging es ans Schleifen. So war das Holz schön glatt und konnte Schutzlack gut aufnehmen.

Schritt 3: Schutzlack auftragen

Die schönste Heckschürze nützt uns ja nichts, wenn sie uns wegschimmelt, sobald es mal etwas feuchter werden sollte.

Aus diesem Grund massierte Flo das Holz nach dem Schleifen mit etwas Schutzlack um es vor der Witterung zu schützen.

Schutzlack ist wichtig

Nach dem Lackieren hieß es dann erst mal warten bis alles wieder trocken war.

Schritt 4: Endlich darf geschraubt werden

Juchuuu, endlich durfte geschraubt werden. Als erstes waren die Klappscharniere an der Reihe.

Scharniere anschrauben wie ein Profi

Erst mal Maß nehmen und dann ging es los.

Schrauben Schrauben Schrauben

Nachdem alles festgezogen war, kam dann der große Test.

Heckschürze Teil 1 passt

Und siehe da, es passt 🙂

An dieser Stelle fragst Du Dich vielleicht, warum die Schürze nicht den kompletten Bereich hinten abdeckt. Da der Stoßfänger in der Mitte leicht nach außen gewölbt ist, war es in Flos Augen sinnvoller, die Schürze in zwei separate Elemente aufzuteilen. Diese werden dann in der Mitte übrigens mit einem Haken verbunden.

Schritt 5: Schaumstoff zurecht schneiden

Nacktes Holz auf nacktem Lack könnte, in einigen Situationen, evtl. Kratzer auf letzterem hinterlassen. Aus diesem Grund hatte Flo beschlossen die Heckschürze mit Schaumstoff zu polstern.

Und dafür musste dieser natürlich erst mal in passende Stücke geschnitten werden.

Schaumstoff zurecht schneiden

Schritt 6: Mit Plane verkleiden

Im vorletzten Schritt ging es dann darum das Holz und den Schaumstoff (auf der zum Auto gewandten Seite) mit Plane zu verkleiden.

Dafür schnitt sich Flo auch dort ein paar passende Stücke heraus.

Plane zuschneiden

Anschließend durfte dann munter drauflos getackert werden.

Tackern Tackern Tackern

Nach gefühlten 1.000 Klonkgeräuschen saß und passte dann alles.

Schönheit in Vollendung

O.K., zugegeben: Es gibt schönere Dinge auf dieser Welt. Aber es handelt sich hierbei ja erst mal nur einen Prototypen und solange er hält, ist das Aussehen erst mal egal.

Schritt 7: Der letzte „Schliff“

Geschliffen wurde am Ende zwar nicht mehr, dafür wurden aber noch ein paar wichtige Elemente angebracht.

Zum Einen schraubte Flo nun den, schon weiter oben erwähnten, Haken an die Bretter. Über diesen werden die beiden Bauteile der Heckschürze bei der Montage miteinander verbunden.

Verbunden auf ewig

Und last but not least kam an die äußeren Enden jeweils noch ein Haken, damit die Heckschürze mit einem Seil abgespannt werden kann.

Und noch ein Haken

Das Ergebnis hat bis jetzt zwar seinen Zweck erfüllt. Aber es ist leider auch ziemlich klobig und nimmt viel Platz weg. Beim nächsten Mal würden wir daher sowohl dünneres Holz als auch dünneren Schaumstoff verwenden. Wenn es denn einen nächsten Versuch geben wird. Denn wir haben festgestellt, dass wir die Heckschürze bisher gar nicht sooooo oft gebraucht haben.

Als wir z.B. durch Norwegen und Schweden getourt sind, kam sie genau einmal zum Einsatz. Nachdem wir Schweden verlassen hatten, hielten wir nämlich immer nur noch für eine Nacht irgendwo und wollten das Heckzelt dafür nicht jedes Mal extra aufbauen. Und ohne Zelt brauchen wir auch keine Schürze.

Falls Flo aber doch noch vom „Optimierungswahn“ gepackt werden sollte, werden wir natürlich darüber berichten 😉

Was sagst Du zu Flos Ergänzung für unser Heckzelt?

Hinweise in eigener Sache: Dieser Beitrag entstand aus eigenem Antrieb. Es gab dafür keinen Auftrag, Deal, eine Bezahlung oder ähnliches. 

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