In diesem Jahr veranstalten Tascha und Patrick von Patascha’s World das erste Freiheitsmobile Treffen.

Wir haben die beiden um ein Interview gebeten um zu erfahren, wie sie zu Freiheitsmobile Fans geworden sind, wie sie auf die Idee für das Treffen kamen und was die Besucher dort erwartet.

Interview mit Tascha und Patrick von Patascha’s World

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview nehmt. Bitte stellt Euch unseren Lesern einmal kurz vor.

Patascha on the road
© Patascha’s World

Wir sind Tascha und Patrick, Digitale Van Nomaden, Outdoor- & Adventure Fans, Träumer und positive Weltveränderer. Wir leben die meiste Zeit in unserem rollenden Zuhause, einem Ford Transit Selbstausbau Namens „Betty“.
2016 haben wir unser reguläres Leben über Bord geschmissen, unser Eigenheim verkauft, die Jobs gekündigt und uns für einen alternativen Lebensstil entschieden. Wir lieben ausgedehnte Wanderungen, Natur, Sonne, Strand und Meer…aber auch die Berge, gutes Essen. Natürlich alles in Kombination mit unseren Roadtrips 🙂
Wir sind zwei spontane Menschen, die es lieben tun und lassen zu können was sie wollen.
Uns gibt es nur im Doppelpack und das schon seit 1997. Deswegen ist unter unseren Freunden der Name „Patascha“ entstanden.
Heute sind wir stolze Besitzer des Blogs Patascha’s World, wo wir über unser Leben, den Selbstausbau unseres Campervans „Betty“ und nützliche Tipps zum Thema Vanlife berichten.

Wie seid Ihr auf diesen Bus und den schönen Namen gekommen?

Als wir uns dazu entschieden hatten Europa im Campervan zu erobern, war der kleine Lieferwagen uns sofort ins Auge gestochen. Er stand nicht weit von unserem „Zuhause“ in Luxemburg zum Verkauf und so war er auch schnell in unserem Besitz.
Warum der Van auf den Namen Betty getauft wurde, hat eine ganz eigene Story.
Sie spielte sich an dem Tag ab, als das luxemburgische Fernsehen uns zur Livesendung „Planet RTL“ einlud.
Also machten wir uns auf nach Luxemburg-Stadt in die Fernsehstudios. Alles lief glatt bis nach der Sendung auf dem Nachhauseweg…

Der Song „Black Betty“ von Ram Jam lief im Radio und zack platzte uns ein Reifen auf der Autobahn!
Zum Glück war nichts weiter passiert… doch da standen wir nun mit unseren Warnwesten an der Autobahn, warteten auf den Abschleppdienst und hatten einen Ohrwurm “Whoa, black betty bam-a-lam… „
Und so erhielt unsere „Black Betty“ ihren Namen.

Es gibt sicherlich schönere Ereignisse, als zu erleben, wie ein Reifen während der Fahrt platzt. Trotzdem ist es aber auf jeden Fall eine Geschichte, die man nicht so schnell vergessen wird. Zum Glück ist Euch nichts passiert.

Ihr habt Eure Betty in nur 30 Tagen umgebaut. Das ging ja ganz schön schnell. Hatte der zügige Umbau einen bestimmten Grund?

Einen genauen Grund warum wir unsere Betty in 30 Tagen vom Lieferwagen zum Campervan umgebaut haben gab es eigentlich nicht. Vielleicht war es einfach der Drang so schnell wie möglich on the road zu sein. Es hat uns höllisch Spass gemacht unseren eigenen Camper selbst zu entwerfen und zu bauen. Wir würden es immer wieder tun und nicht das Teil von der Stange kaufen.

Unterwegs mit Betty
© Patascha’s World

Wie seid Ihr eigentlich auf den Vanlife– bzw. Digitale Nomaden Lifestyle gekommen? Hat Euch dieser Lebensstil oder vielleicht auch das Thema Van-Camping schon länger interessiert?

Mit dem Thema Digitale Nomaden haben wir uns sehr lange auseinandergesetzt. Anfangs war es einfach nur die Idee einmal etwas Verrücktes im Leben zu machen. Diesen Gedanke haben wir jedoch jahrelang vor uns her geschoben und irgendwie passiere nichts! Als wir 2014 das erste Mal nach Costa Rica in Urlaub waren, wurde das Verlangen nach Freiheit immer stärker. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon unseren Blog Patascha’s World in die Welt gerufen. Allerdings war es damals nur ein Spaßprojekt für Familie und Freunde.

In Costa Rica haben wir dann auch Leute kennengelernt, die im Leben genau das machten, was sie wirklich liebten und das ziemlich erfolgreich. Von nichts kommt nichts und so fingen wir an uns mit dem Thema Digitale Nomaden auseinander zu setzten. Das Eine führte schließlich zum Anderen und zwei Jahre später war es dann soweit! 2016 haben wir dann unser altes Leben hinter uns gelassen.

Patascha's World
© Patascha’s World

Damals hatten wir aber noch überhaupt nichts mit dem Vanlifestyle zu tun. Wir waren als Backpacker für 3 Monate in Costa Rica unterwegs, als Tascha eines Tages die grandiosen Idee kam, sich einen Lieferwagen zum Camper auszubauen und damit Europa zu bereisen. Wie es dann weiter ging wisst ihr ja…

Für den kommenden Sommer organisiert Ihr das erste Freiheitsmobile-Treffen. Worum geht es dabei genau und für wen ist es gedacht?

Freiheitsmobile Treffen 2018
© Patascha’s World

Das Freiheitsmobile Treffen ist ein Traum den wir uns dieses Jahr erfüllen. Also Save the Date: 27.-29. Juli 2018. Unterwegs auf Gleichgesinnte zu treffen und sich auszutauschen ist immer genial! Wir lieben es sich in einer geselligen Runde mit Leuten zu unterhalten, welche die gleiche Leidenschaft teilen. Leute, die Roadtrips im Blut haben und immer offen für ein Abenteuer sind. So kam die Idee ein Treffen zu organisieren und alle Leute mit den selben Interessen zu vereinen. Der Name „Freiheitsmobil“ ist deshalb entstanden, weil wir uns nicht auf eine spezielle Gruppe von Fahrzeugen festlegen wollten. Jeder, der sein Gefährt als Freiheitsmobil ansieht und damit seine Outdoor-Leidenschaft frönt ist Herzlich Willkommen!

Es wird bestimmt sehr spannend zu sehen, welche Arten von Freiheitsmobilen dabei sind. Und es ist eine tolle Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wie seid Ihr auf die Idee für dieses Treffen gekommen?

Die Idee hatten wir schon länger. Doch es war wie so oft… Wenn man es nicht selbst in die Hand nimmt wird auch nichts passieren! Deshalb waren wir froh, dass wir letztes Jahr selbst an ein Paar Treffen teilgenommen haben. Dort wurden wir immer wieder zum Freiheitsmobile-Treffen ermutigt und so war es für uns klar, dass wir es durchziehen 🙂

Und was erwartet die Besucher dort?

Das Treffen wird vom 27.-29. Juli 2018 im Norden Luxemburgs stattfinden. Wir haben eine coole Location direkt an einem Baggersee. Es gibt ein grosses Festzelt auf dem Gelände und rundherum werden wir alle Freiheitsmobile platzieren. Für genügend Unterhaltung werden wir schon sorgen. Für weitere Infos schaut ihr am Besten immer mal wieder auf unserer Facebook Seite „Freiheitsmobil“ vorbei. Dort werden wir nach und nach alles ankündigen, was an dem Wochenende so abgehen wird. Abends gibt’s Livemusik im Zelt…das steht schon fest.

Des weiteren richten wir ein Blogger-Village ein, wo Vanlife-Blogger aus den Themenbereichen Reisen, Outdoor, Fotografie und Lifestyle in ihrem Gebiet Rede und Antwort stehen. Vom Platz aus kann man einige Wanderrundgänge in Angriff nehmen und eine Mountainbike Strecke grenzt auch an das Gelände. Zudem wird bestimmt im Juli die Wassertemperatur im See zum Baden einladen. Unterstützt werden wir vom lokalen Jugendverein, der im Festzelt dafür sorgt, dass auch keiner Durst leiden muss.

Ansonsten denken wir, dass jeder mit einem Freiheitsmobil alles dabei haben wird, was er benötigt. WC’s stehen vor Ort zur Verfügung.

Wir sind also zuversichtlich, dass es ein richtig geiles Wochenende wird…wenn nicht das Geilste 2018 😉
Wer diesen Spass verpasst ist selbst Schuld!

Auch interessant: Freiheitsmobile-Treffen 2018

Wir sind schon sehr gespannt. Dann bleibt nur noch die Frage offen, wo sich Freiheitsmobile-Fans ihre Karten kaufen können?

Ach ja, die Tickets könnt ihr euch auf eventbrite.de holen.
Weitere infos gibt’s auf freiheitsmobil.com

Noch einmal vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview genommen habt. Bevor es zu Ende ist, hätten wir noch eine kurze Frage in eigener Sache:
Da wir in 2018 einen längeren Trip durch die skandinavischen Länder planen, sammeln wir gerade Tipps und Anregungen für das Wildcampen.
Wie macht Ihr das, wenn Ihr irgendwo steht, wo es keine öffentlichen Bäder und Toiletten gibt?

Unser wichtigstes Tool für unterwegs ist unser Smartphone! Klingt jetzt vielleicht ein bisschen verwirrend, ist aber so… Wir sind totale App-Freaks und nutzen davon auch so einige unterwegs. Da wäre zum Ersten die Park4night-App. Immer, wenn wir keinen Schimmer haben wo wir stehen sollen, schmeißen wir einen Blick rein und suchen uns dort ein nettes Plätzchen. Mittlerweile findet man dort schon über 50.000 eingetragene Plätze Europaweit! Da findet man fast immer etwas.

Tascha und Patrick mit ihrer Betty
© Patascha’s World

Zum Thema Toilette müssen wir sagen, dass wir ein ganz gewöhnliches Eimerklo mit an Bord haben. Es ist dezent im Van versteckt und wir nutzen es auch im Notfall. Ansonsten schauen wir uns immer in der Gegend um, ob es eine öffentliche Toilette gibt oder wir nutzen die Toiletten-Scout App. Dafür braucht man allerdings eine Internet-Verbindung. Zur Not kann man sich ja auch hinter’s Gebüsch hocken 😛

Beim Duschen und Wäsche waschen wird’s manchmal komplizierter. Wenn keine öffentlichen Duschen zur Verfügung stehen,
können wir nur anraten: entweder einen Tag am Campingplatz verbringen oder sich einfach wild in der Natur waschen.
Waschlappen und Wasser hat ja fast jeder mit an Bord. Manchmal muss die Katzenwäsche dann auch reichen.

Weitere Infos zum Freiheitsmobile Treffen und Berichte aus dem Vanlife von Tascha und Patrick findest Du hier:

Hinweise in eigener Sache: Dieser Beitrag entstand aus eigenem Antrieb. Es gab dafür keinen Auftrag, Deal, eine Bezahlung oder ähnliches. 

Schon gesehen?  Freiheitsmobile-Treffen 2018

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