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Wie aus Jean ein “Porsche” wurde

Schon seit einiger Zeit hatten wir die Vermutung, dass unserem Jean so langsam die Puste ausgehen würde.

Selbst die kleinsten Hügel machten ihm schon zu schaffen. Und während er sich mit zitternder Tachonadel Meter für Meter an einer 2% Steigung abkämpfte, versammelten sich hinter uns die Bewunderer dieses wackeren Kraftakts.

Aufmunternd fuhren sie uns immer dichter auf um dem 23 Jahre alten Transporter, der unter Jeans jugendlichem Äußeren schlummert, zu signalisieren, dass er seine Sache ganz toll macht und bloß nicht aufgeben soll.

Andere rauschten mit laut aufheulenden Motoren an uns vorbei… vermutlich ermutigende Jubelschreie der Anfeuerung…

Na ja, lange Rede kurzer Sinn: Wir hatten irgendwie den Eindruck, dass etwas mit Jean nicht stimmt. Wir kamen nur nicht dahinter was es war.

Doch dann, eines Wochenendes, wurde der mysteriöse Schleier für uns gelüftet. In diesem Beitrag erzählen wir Dir was es war und wie es dann weiterging.

Chrrrrrrkrrrrr knirsch – mahl – chrrrrrrrrr

Erst war es nur ein Nebengeräusch und kaum hörbar. Aber hier und da hörte es sich beim Abbiegen so an, als wenn neben uns jemand einen Laubbläser starten… oder als wenn uns ein großes Flugzeug vom Himmel aus begleiten würde.

Doch je weiter wir an diesem Tag fuhren, desto aufdringlicher und lauter wurde das Geräusch. Bis es schließlich in ein kratzendes und grobes Mahlen überging und nicht mehr zu überhören war.

Zum Glück waren es zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Meter bis zu unserem Ziel. Mit allerletzter Kraft rollte Jean unter lautem Knirschen an unseren Zielort.

Jetzt hieß es den Schaden erst mal zu begutachten. Mehr als “etwas” Abrieb auf den Alu-Felgen konnten wir aber nicht entdecken. Uns war allerdings klar, dass eben dieser Abrieb nichts Gutes zu bedeuten hatte.

Der muss abgeschleppt werden

Zum Glück sind wir im ADAC, oder sagt man Mitglieder beim ADAC…? Auf jeden Fall bekommen die Geld von uns, ziemlich viel sogar.

Verglichen mit den Kosten, die ohne diese Mitgliedschaft auf uns zugekommen wären, ist der Beitrag dann aber eigentlich doch wieder recht günstig 😉

Etwa 15 Minuten nach dem Anruf bei der Pannenhilfe-Hotline stand ein freundlicher Mitarbeiter des ADAC vor uns und warf einen prüfenden Blick auf Jeans linken Vorderreifen. Dann bockte er den alternden Citroen Jumper auf und versuchte das Rad zu drehen…

Tatsächlich benötigte er dazu einige Kraft, da der Reifen sich nicht mehr so ohne Weiteres drehen lies.

“…jau, der muss leider abgeschleppt werden. Die Bremse ist bis aufs Blech runter…” oder so ähnlich.

Auf jeden Fall drehte sich der Mann in der gelben Jacke mit diesen Worten zu seinem eigenen Fahrzeug um und rief von dort aus den Abschleppdienst.

Auf ins Apartment

Da Jean neue Bremsscheiben, Bremsbelege und was sonst noch so zu den Bremsen gehört brauchte, mussten wir ihn für ein paar Tage in der Werkstatt zurücklassen und mieteten uns für diese Zeit in einem Apartment ein.

Dadurch konnten wir uns allerdings auch elegant an den drei Stürmen (Ylenia, Zeynep und Antonia) vorbei schlängeln, die sich genau für diese Woche angekündigt hatten.

So stand Jean trocken und windgeschützt in einer geräumigen Halle und wir nahmen uns der Vornehmlichkeiten (Dusche, Waschmaschine usw.) unseres Miet-Apartments an.

Heimlicher Motortausch?

Obwohl so ein unbewegliches Heim auch so seine Vorzüge hat, waren wir froh, als wir unseren Jean wieder aus der Werkstatt abholen konnten.

Dem bekam sein Aufenthalt dort übrigens ziemlich gut. Gefühlt beschleunigte er noch nie so schnell, wie jetzt. Entweder haben die in der Werkstatt also heimlich den Motor ausgetauscht, oder die Bremse saß schon eine gaaaaaaaaaaaaaanze Weile fest 😳

Zum Glück ist das Ganze passiert, bevor wir auf große Fahrt gegangen sind. Jetzt können wir das Gaspedal wieder mit gutem Gewissen aufs Bodenblech drücken und mit 80km/h die Hügel dieser Welt erklimmen.

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Veröffentlicht von Cathi und Flo

Moin, wir sind Cathi und Flo - vanarang.de ist ein Blog über den Selbstausbau unseres Wohnmobils, das Leben darin und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

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