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Wir waren beim TÜV

Wir waren beim TÜV

Vorgestern hatten wir den Termin beim TÜV um unseren DIY Camper als Wohnmobil abnehmen zu lassen.

Und obwohl wir diesem Tag schon seit fast einem Jahr entgegenfieberten, war es komisch plötzlich tatsächlich auf dem Weg zur Prüfstelle zu sein.

Wie es am Ende gelaufen ist und was nun die nächsten Schritte sind, erzählen wir Dir in diesem Beitrag.

Abnehmen, ohne Gewicht zu verlieren

Wir schreiben den Morgen des 24. März 2020. Der Wecker lies uns pünktlich um sieben das Traumland verlassen und in den Tag starten.

Müde schlugen wir unsere Augenlider auf, erst ganz langsam und dann waren sie mit einem Ruck komplett geöffnet. Nämlich als uns bewusst wurde, welchen Tag wir haben.

Der große Tag! DER Tag auf den wir schon soooooooooo lange gewartet haben. Wir besuchen die Prüfstelle des TÜVs um unseren Zwirbeljean offiziell als Wohnmobil abnehmen zu lassen.

Und dementsprechend aufgeregt waren wir natürlich.

Den Jumper hatten wir bereits am Wochenende “ausgehfertig” gemacht und mussten daher nur noch die Papiere einpacken, bevor wir uns ins Fahrerhaus schwangen.

Vor dem TÜV mussten wir aber erst mal auf die Waage… also nicht wir direkt, sondern unser blecherner Kollege.

Leer wog er vorher knapp zwei Tonnen und wir waren schon gespannt, wie sich unser Ausbau bemerkbar machen würde. 12 Euro später waren wir dann auch um diese Erkenntnis reicher. Etwa 400 Kilo mehr bringt der gute Jean nun auf die Waage (mit vollem Tank).

Wir haben also noch seeeehr viele Reserven, bis wir die zulässige Gesamtmasse von 3.250 Kilo erreichen werden 😉

Frisch gewogen zur Prüfstelle

Dann kam der große Moment… wir bogen auf das Gelände der Prüfstelle ein, stellten den Motor ab und begaben uns zur Anmeldung.

Kurz darauf befanden wir uns, zusammen mit dem freundlichen Prüfer, wieder am Noch-LKW.

Dann wurde erst mal fleissig geschaut und fotografiert. Hier noch ein Schnappschuss, da noch ein Blick auf die Prüfzeichen der Fenster und auch unter die Motorhaube wurde geschaut.

Bis dahin wussten wir noch nicht, ob nun alles gut… oder eher nicht so gut war.

Unter welchen Voraussetzungen wird aus einem Transporter eigentlich ein Wohnmobil?

Damit ein Kraftfahrzeug vom TÜV als Wohnmobil abgenommen wird, muss dieses unter Anderem die folgenden Eigenschaften vorweisen:

  • Es muss über eine Sitzgelegenheit mit Tisch verfügen, wobei der Tisch auch klapp- oder abnehmbar sein darf.
  • Auch ein Bett gehört zur Grundausstattung eines Wohnmobils. Es kann ebenfalls klappbar sein und z.B. zusammengeklappt als Sitzfläche dienen.
  • Eine fest eingebaute Kochmöglichkeit, die für Innenräume zugelassen ist und über eine Zündsicherung verfügt, ist ebenfalls vorgeschrieben. Die Energiequelle ist nicht vorgegeben und es darf auch von außen, z.B. unter der Heckklappe gekocht werden.
  • Schränke oder Stauraum sollten ebenfalls zur Ausstattung gehören, damit Dinge wie Kleidung, Lebensmittel und Co. während der Fahrt sicher verstaut werden können.

Quelle: TÜV Nord Merkblatt: Tipps für Wohnmobile – Weitere Infos tuev-nord.de

Ist unser Transporter nun ein Wohnmobil?

Offensichtlich hatten wir alle Punkte erfüllt und es gab keine Einwände bei unserem Jean. Der Prüfer flog noch einige Minuten mit den Fingern über seine Tastatur und reichte uns kurze Zeit später das ersehnte Blatt Papier. Dann mussten wir nur noch etwas Geld dalassen und konnten die Prüfstelle mit einem Wohnmobil verlassen.

ENDLICH!!!!!!!! 🙂

Es lief aber nicht alles, wie geplant…

Vorerst keine Zulassung

Tja, es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn tatsächlich ALLES geklappt hätte. Leider hat die Zulassungsstelle aber ihre Pforten dicht gemacht und betreut nur noch Notfälle vor Ort. Und darunter fällt die Zulassung eines Wohnmobils leider nicht.

Durch Corona und die damit verbundene Situation wären wir aber auch mit einem zugelassenen Wohnmobil im Moment leider nicht sehr weit gekommen.

Sobald die Lage es wieder zulässt, ziehen wir aber auf jeden Fall unsere Wartenummer.

Bis dahin wird es uns auch definitiv nicht langweilig. Denn obwohl wir nun soweit alle Vorgaben für den TÜV erfüllt haben, sind wir noch lange nicht fertig.

Weil es derzeit z.B. noch Lieferprobleme bei unserem Gaskochfeld gibt, müssen wir unter Anderem noch auf die Gasprüfung warten. Die ist nämlich auch noch offen. Zum Glück konnten wir mit unserem TÜV-Prüfer aber reden und die restliche Begutachtung auch ohne das fehlende Kochfeld machen.

Da wir bereits vorher in Kontakt waren, wusste der Prüfer, dass wir den Einbau einer Gasanlage planen bzw. schon alles dafür bereit ist und “nur” noch der blöde Kocher fehlt.

Die Sache mit dem Kochfeld

Wir wissen nicht genau wo es hängt, aber unser Kochfeld ist leider noch “in der Post”… seit zwei Wochen mittlerweile 🙁

Das Kochfeld-Unglück begann aber eigentlich schon im Januar. Da hatten wir nämlich den ersten Versuch gestartet eines zu bestellen.

Aus Platz- und Leistungsgründen hatten wir uns zunächst für ein drei Flammen Gaskochfeld von der Firma Can entschieden. Es wurde auch zügig geliefert, lag dann aber erst mal eine Weile bei uns rum. Wir brauchten es ja erst im Februar und wollten nur gut vorbereitet sein.

So vorsorglich unser Gedanke auch war, gebracht hat er am Ende leider nichts.

Als es dann endlich soweit war das Kochfeld einzubauen stellten wir nämlich fest, dass die Drehknöpfe nicht so funktionierten, wie es der Hersteller vorgesehen hatte. Eigentlich sollten diese nicht drehbar sein, solange sie nicht nach unten gedrückt werden. Und das hat nur bei zwei von drei Flammen funktioniert.

Erst mal keine Panik, wir liegen ja noch gut in der Zeit. Also haben wir das gute Stück Retour geschickt und ein Austauschgerät bekommen.

Erst waren wir noch happy, dass alles so schnell und problemlos getauscht wurde. Beim Auspacken bzw. kurz danach kam dann die Ernüchterung. Diesmal fehlten die Anleitung und die Montageschrauben. Das alleine wäre zwar nicht schlimm, aber auch hier funktionierte einer (der gleiche) der drei Drehknöpfe nicht korrekt…

Also nochmal tauschen…

Aaaaber auch Kochfeld Numero drei wies den gleichen Fehler auf und wurde wieder ohne Schrauben und Bedienungsanleitung geliefert.

Letztlich trennten wir uns dann gedanklich von diesem Kochfeld und bestellten ein anderes. Tja und dann kam Corona…

Jetzt warten wir jeden Tag darauf, dass wir dieses letzte Puzzleteil für die Gasabnahme bekommen und diese dann auch auf unserer Liste abhaken können.

Und was steht sonst noch so an?

Auch nach der Gasabnahme ist natürlich noch nicht Schluss. Dann geht es mit dem Einbau der Bordbatterie, den Solarpanels und weiteren Schränken weiter. Ein bissl ist also noch zu tun 😉

Wir freuen uns aber darauf und sind nach der erfolgreichen Abnahme mit neuer Energie dabei auch den Rest unseres DIY Wohnmobils fertig zu bauen. Auch wenn es sich durch Corona auch irgendwie komisch anfühlt.

Moin, wir sind Cathi und Flo. Vanarang.de ist ein Vanlife Blog über Roadtrips, unseren Wohnmobilausbau und der Freude daran schöne Orte zu besuchen.

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